Demokratische Republik Kongo

Vier Mitarbeiter vermisst

Ärzte ohne Grenzen ist in großer Sorge um vier kongolesische Mitarbeiter, die seit neun Monaten vermisst werden. Sie wurden am 11. Juli 2013 während eines Angriffs auf die Stadt Kamango in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu als Geiseln genommen. Während des Angriffs wurden etliche Menschen getötet oder entführt, Zehntausende flohen ins benachbarte Uganda.

Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen waren in Kamango, um sich ein Bild von den medizinischen Bedürfnissen der dortigen Bevölkerung zu machen. Seit ihrem Verschwinden bemüht sich ein Krisenteam von Ärzte ohne Grenzen um die sichere Rückkehr der Kollegen. Über das Schicksal des Teams ist aber auch neun Monate nach dessen Verschwinden nichts bekannt.

"Trotz aller Bemühungen und vieler Informationen, die wir bekommen haben, waren wir bislang nicht in der Lage, Kontakt mit unseren Kollegen herzustellen, weder direkt noch indirekt", sagt Mégo Terzian, Präsident von Ärzte ohne Grenzen in Frankreich. "Uns geht es wie vielen Kongolesen, deren Freunde, Angehörige oder Kollegen entführt wurden. Angesichts der Länge und Intensität der Kämpfe in der Region um Kamango sind wir besonders beunruhigt über das Schicksal aller Entführten. Bislang wurde keiner von ihnen freigelassen."