Tuberkulose

Neue Medikamente, einfache Tests und ein wirksamer Impfstoff sind dringend nötig, um der zunehmenden Resistenzentwicklung im Bereich der Tuberkulose entgegenzuwirken.

In Westeuropa kennt man Tuberkulose vor allem aus alten Filmen oder Geschichten, hier besser bekannt als Schwindsucht. In anderen Teilen der Welt, in Osteuropa etwa oder Zentralasien, ist Tuberkulose verantwortlich für rund 1,7 Millionen Tote jährlich.

Die Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch: Einerseits im Gefolge von HIV/Aids, das das Immunsystem der Menschen schwächt, und andererseits durch Ausbreitung von Tuberkulose-Erregern, die gegen die gängigen Medikamente resistent geworden sind.

Robert Koch entdeckte vor über 120 Jahren seinerzeit das Bakterium. Seine Methode zur Diagnostik wird mangels Alternativen auch heute immer noch verwendet. Die Medikamente, mit denen Tuberkulose behandelt wird, sind veraltet, müssen langwierig eingenommen werden und rufen häufig schwere Nebenwirkungen hervor.

Viele Fälle resistenter Tuberkulose können heute auch unter besten Bedingungen nicht geheilt werden, weil die geeigneten Medikamente fehlen.

Die Entwicklung neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten ist deshalb dringend erforderlich. Ärzte ohne Grenzen setzt sich im Rahmen der Medikamentenkampagne dafür ein.

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