Italien

Medizinische Betreuung von Flüchtlingen in Lampedusa

Seit dem 14. Februar 2011 befinden sich Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Lampedusa. Sie unterstützen die medizinische Versorgung von Flüchtlingen. Bei Bedarf wird das Team vor Ort sofort verstärkt werden.

Ein erstes Team von Ärzte ohne Grenzen, bestehend aus einer Ärztin und einem Logistiker, stellt in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden rund um die Uhr die medizinische Betreuung der Flüchtlinge, die in Lampedusa ankommen, zur Verfügung. Bei Bedarf unterstützt das Team zudem die lokalen Behörden. Derzeit ist die Mehrzahl der Migranten und Migrantinnen, die aus Ägypten und Tunesien ankommen, in einem guten gesundheitlichen Zustand.

"Da wir eine unabhängige medizinische Organisation sind, hat die Gesundheit der Migranten und Migrantinnen für uns die höchste Priorität. Wenn sie bei ihrer Ankunft in Lampedusa gesundheitliche Probleme haben, müssen sie sofort medizinische Hilfe bekommen. Noch bevor sie an andere Orte gebracht werden", so Barbara Maccagno, Verantwortliche für die medizinische Betreuung der Flüchtlinge bei Ärzte ohne Grenzen.

Ärzte ohne Grenzen beobachtet die Lage und wird bei Bedarf das Team vor Ort sofort verstärken.

Außerdem besuchte am 19. Februar 2011 ein weiteres Einsatzteam, ebenfalls ein Arzt und ein Logistiker, weitere Orte in Sizilien (Pozzallo, Porto Empedocle und Rosolini), da dorthin Flüchtlinge aus Lampedusa gebracht werden.

Ärzte ohne Grenzen akzeptiert für die Arbeit in Italien keine staatlichen Gelder. Die Aktivitäten werden ausschließlich aus privaten Spenden finanziert. Die Organisation war bereits von 2002 bis 2009 in Lampedusa und half dort mit einer mobilen Klinik. Das Team, bestehend aus einem Arzt, einer Krankenschwester und einem kulturellen Mediator, war damals rund um die Uhr im Einsatz, um Neuankömmlinge versorgen zu können. In Zeiten, in denen besonders viele Menschen in Lampedusa ankamen, erhielt das Team zusätzliche Verstärkung. Ärzte ohne Grenzen versorgte 5.000 Migranten und Migrantinnen.