Jahresrückblick 2014: Zentralafrikanische Republik

Wir haben 13.286 chirurgische Eingriffe durchgeführt. (Stand: Oktober 2014)

Die Krise in der Zentralafrikanischen Republik ist während des ganzen Jahres 2014 akut – die internationale Aufmerksamkeit ist gering und steht in keinem Verhältnis zur Not der Menschen. Im Jahr zuvor hatte eine blutige Machtübernahme das Land destabilisiert. Ihr folgten zunehmende Spannungen und Gewalt, die sich ausweiteten und auch das Folgejahr prägen: Muslimische und christliche Gruppen - die Seleka-Rebellen und die Anti-Balaka-Milizen - bekämpfen sich, und die Gewalt breitet sich entlang ethnischer Linien aus. Hunderttausende Menschen fliehen in Nachbarländer wie den Tschad und nach Kamerun. Ärzte ohne Grenzen befragt sie und veröffentlicht dazu einen Bericht. Innerhalb weniger Monate verlassen praktisch sämtliche Muslime den westlichen Teil der Zentralafrikanischen Republik. Ärzte ohne Grenzen ist eine der wenigen Organisationen, die den Menschen im Land in ihrer Not Hilfe leistet. Immer wieder muss aber auch Ärzte ohne Grenzen die Arbeit aussetzen und Standorte verlassen. So. z.B. nach einem Angriff auf das Krankenhaus der Stadt Boguila, bei dem im April 16 Zivilisten getötet werden, darunter drei nationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen.