Pakistan

Ärzte ohne Grenzen weitet Nothilfe im Süden aus - Sorge vor Ausbreitung von Krankheiten wächst

Ärzte ohne Grenzen weitet die Verteilung von Trinkwasser in verschiedenen betroffenen Regionen weiter aus.

Mehr als fünf Wochen nach Beginn der Flutkatastrophe im Norden Pakistans weiten die Teams von Ärzte ohne Grenzen ihren Noteinsatz auf den Süden der Region Punjab und die besonders schwer betroffene Provinz Sindh aus, wo Millionen Menschen durch neue Überschwemmungen vertrieben wurden.

Besonderen Anlass zur Sorge geben nach wie vor die Verbreitung von Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser entstehen, Mangelernährung, und die Versorgung mit Unterkünften und sauberem Wasser. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen setzen ihre Hilfe in den teils seit Wochen betroffenen Gebieten fort und weiten sie nach den neuen Überschwemmungen auch in die Städte Hyderabad und Sukkur in der Provinz Sindh aus, um von dort die Menschen auf beiden Seiten des über die Ufer getretenen Flusses Indus zu erreichen. Die Versorgung der Betroffenen mit sauberem Trinkwasser, medizinische Hilfe für Menschen, die dehydriert sind oder an akuten Durchfallerkrankungen leiden, und die Verteilung von überlebensnotwendigen Hilfsgütern und Zelten sind im Moment am wichtigsten.

Der Hilfseinsatz für die Opfer der Flutkatastrophe in Zahlen:

Seit Beginn der Überschwemmungen haben Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan:

  • 24.834 Kits mit Hilfsgütern verteilt
  • 6.801 Zelte verteilt
  • 27.151 medizinische Konsultationen durchgeführt
  • Sieben Behandlungszentren für Durchfallserkrankungen aufgebaut
  • Zwölf mobile Kliniken im Einsatz
  • 718.000 Liter sauberes Trinkwasser pro Tag verteilt
  • 258 Latrinen aufgebaut
  • Elf Verteilungsstellen für Lösungen zur Bekämpfung von Durchfallserkrankungen errichtet

Derzeit sind 152 internationale Mitarbeiter gemeinsam mit 1.279 pakistanischen Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan im Einsatz.

Ärzte ohne Grenzen leistet seit 1988 medizinische Hilfe für die lokale Bevölkerung und afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Ärzte ohne Grenzen nimmt für die Arbeit in Pakistan keine öffentlichen Gelder an und finanziert die Hilfsprogramme nur aus privaten Spenden.