Guinea

Ärzte ohne Grenzen leistet Nothilfe für Opfer der Gewalt in Conakry

Krankenhäuser in Conakry waren gestern überfordert durch hunderte Verwundete nach der gewalttätigen Unterdrückung massiver Proteste in der Hauptstadt Guineas. Ärzte ohne Grenzen hat Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit medizinischem Material versorgt und bei der Evakuierung und Behandlung der Verwundeten Unterstützung geleistet. Heute bringen zwei Krankenhäuser von Ärzte ohne Grenzen weitere Verwundete ins Donka Krankenhaus.

Mindestens 300 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, haben medizinische Hilfe im Donka Krankenhaus gesucht, nachdem Sicherheitskräfte das Feuer auf tausende Demonstranten in einem Stadion eröffneten. Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen, die das Personal des Donka Krankenhauses unterstützen, berichten, dass die meisten Hilfesuchenden Schusswunden erlitten haben oder mit Messern attackiert wurden. Vier von Ärzte ohne Grenzen betreute Frauen sind zuvor vergewaltigt worden. Ein weiteres Team, das im Matam Gesundheitszentrum arbeitet, hat 15 Verwundete behandelt, darunter befinden sich drei mit Schusswunden.

Ärzte ohne Grenzen verstärkt seine Teams in Guinea und bereitet weitere Hilfseinsätze vor, falls die Gewalt anhält.