Zentralafrikanische Republik

31 Verletzte nach erneuten schweren Kämpfen in Bangui

Innerhalb eines Tages haben wir mehr als 30 verletzte Menschen aufgenommen.

Nach Unruhen im Stadtteil PK5, in dem weiterhin rund 2.200 muslimische Vertriebene leben, sind in der Hauptstadt Bangui erneut Kämpfe ausgebrochen. Es kam zu Zusammenstößen zwischen lokalen Milizen und internationalen Streitkräften, die dort stationiert sind. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen, die im Hauptkrankenhaus arbeiten, haben bisher innerhalb eines Tages insgesamt 31 Verletzte aufgenommen. Der Zustrom an Patienten stellt die Mitarbeiter vor eine große Herausforderung. Die Kapazitäten des Teams haben bereits ihre Grenzen erreicht, deshalb wurden manche Fälle an das Gemeindekrankenhaus überstellt.

"Alle Verletzten wiesen Schusswunden auf. Zehn Patienten, die in einem kritischen Zustand sind, werden heute noch operiert", sagt Claude Cafardy, stellvertretender Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen. Während des Tages waren Schüsse, Artilleriefeuer und Bombardements in der Stadt zu hören. Aufgrund der anhaltenden Gewalt war das Team von Ärzte ohne Grenzen im Gesundheitszentrum PK5 gezwungen, die medizinischen Aktivitäten einzustellen und im Schutzraum Zuflucht zu suchen, bis sie evakuiert werden konnten.

Das Team von Ärzte ohne Grenzen ist in der Notaufnahme und der chirurgischen Abteilung des Hauptkrankenhaus tätig und besteht derzeit aus 19 internationalen und 240 zentralafrikanischen Mitarbeitern.