Jahresrückblick 2014: Südsudan

Wir haben mehr als 220.000 ambulante Konsultationen für Kinder unter 5 Jahren durchgeführt. (Stand: Oktober 2014)

Nachdem im Dezember 2013 im Südsudan ein Konflikt zwischen der Regierung und Rebellengruppen ausgebrochen ist, eskaliert die Gewalt im Land im Laufe des Jahres 2014. Zehntausende Menschen fliehen zum Beispiel im April vor Kämpfen und beispielloser Gewalt aus der Stadt Bentiu in Unity State. Insgesamt fliehen mehr als 1,9 Millionen Menschen vor der anhaltenden Gewalt – mehr als 470.000 in Nachbarländer und 1,4 Millionen innerhalb des Südsudans. Viele der intern Vertriebenen leben in völlig überfüllten Lagern unter katastrophalen Bedingungen. Andere haben in entlegenen Gegenden Zuflucht gesucht, wo sie keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Neben der Gewalt sind die Menschen im Südsudan von Mangelernährung und Krankheitsausbrüchen wie Malaria bedroht. Mehr als 3.300 nationale und 350 internationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen arbeiten in insgesamt 22 Projekten im Südsudan. Im Jahr 2014 haben sie u.a. fast 551.000 Patienten ambulant und mehr als 32.000 stationär behandelt – jeweils rund die Hälfte davon waren Kinder unter 5 Jahren.