Sudan

Ärzte ohne Grenzen behandelt Opfer bewaffneter Zusammenstöße aus den Bundesstaaten Unity und Upper Nile

Ansiedlung im Bundesstaat Unity.

Teams von Ärzte ohne Grenzen haben in den südsudanesischen Städten Bentiu und Malakal mehr als 30 Zivilisten und Zivilistinnen mit Schusswunden behandelt. Der Einsatz von Ärzte ohne Grenzen erfolgt in Kooperation mit dem südsudanesischen Gesundheitsministerium.

Die betroffenen Zivilisten waren während Zusammenstößen zwischen der regierenden Partei des Südsudans und Oppositiongruppen ins Kreuzfeuer geraten. Die Kämpfe fanden in und um Mankien (Bundesstaat Unity) und in Kaldak (im benachbarten Bundesstaat Upper Nile) statt. Beide liegen im nördlichen Teil des Südsudans.

Unter den von Ärzte ohne Grenzen behandelten Verwundeten waren Frauen und Kinder, von denen einige auch an Mangelernährung und Malaria litten. Die jüngsten Auseinandersetzungen in der Region erschweren es der Organisation, Zugang zur betroffenen Bevölkerung zu bekommen. Weil so viele neue Patienten im Ärzte ohne Grenzen-Krankenhaus in Bentiu eintrafen, plant die Organisation Erkundungen in die noch zugänglichen Gebiete. Es soll herausgefunden werden, in welchem Ausmaß die Zivilbevölkerung von den Kämpfen in Mitleidenschaft gezogen ist und ob Menschen, die Bentiu und Malakal nicht erreichen konnten, Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.