Zentralafrikanische Republik

Zentralafrikanische Republik: Nach Schießereien am Flughafen von Bangui muss Ärzte ohne Grenzen Hilfe stark einschränken

Ein Kind wird zur Behandlung in die Klinik am Flughafen gebracht.

Nach zwei Tagen mit wiederholten Schusswechseln am Flughafen der Hauptstadt Bangui musste Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag die medizinische Hilfe für etwa 100.000 Vertriebene stark einschränken. Bei den Schießereien nahe der Klinik der Organisation wurden zwei kleine Kinder getötet. 40 Verwundete wurden in die Klinik eingeliefert. Ärzte ohne Grenzen ist die einzige medizinische Hilfsorganisation in dem Vertriebenenlager auf dem Flughafengelände.

Ärzte ohne Grenzen betreibt die Klinik nun mit einem kleinen Team weiter. Es kann nur noch Schwerverletzte behandeln und sie in andere Krankenhäuser überweisen. Vor der jüngsten Gewalt haben die Mitarbeiter am Flughafengelände täglich durchschnittlich 500 Patienten behandelt, 100 Verletzte behandelt und sieben Geburten begleitet. Es war sogar geplant gewesen, die Hilfe auszuweiten. Das Team hatte sich darauf vorbereitet, zwei weitere Gesundheitsstationen zu eröffnen, Kinder gegen Masern zu impfen und Nahrungsmittelhilfe zu leisten.

Die Sicherheit am Flughafengelände muss verbessert werden, damit Ärzte ohne Grenzen seine Hilfe wieder in vollem Umfang aufnehmen kann.

Die Organisation setzt jedoch die medizinische Hilfe in zwei weiteren Vertriebenenlagern und zwei Krankenhäusern in Bangui sowie in insgesamt elf Projekten im ganzen Land fort.