Die Situation im Tschad
Seit Ausbruch des Kriegs im Nachbarland Sudan sind mehr als 920.000 Menschen in den Tschad geflohen. Viele von ihnen haben durch den Konflikt und auf der Flucht schwere seelische und körperliche Verletzungen davongetragen. Ihnen mangelt es auch im Zufluchtsland am Nötigsten – an Wasser, Nahrung, Zelten, Sanitäranlagen und Moskitonetzen. Auch im Tschad selbst gibt es seit vielen Jahren Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Milizen.
Neben den Herausforderungen, die diese Situation für die Menschen im Tschad darstellt, sind sie zunehmend den dramatischen Folgen der Klimakrise ausgesetzt. Immer häufiger treten extreme Wetterereignisse wie anhaltende Dürren, verheerende Überschwemmungen und extreme Hitze auf. Ausbleibende Ernten und eingeschränkter Zugang zu sauberem Trinkwasser treiben die Mangelernährung weiter voran und begünstigen wiederkehrende Ausbrüche von Krankheiten wie Cholera, Diphtherie oder Malaria.
Eine unzureichende medizinische Infrastruktur verschärft die Lage zusätzlich - viele Menschen haben kaum Zugang zu lebensrettender Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig können sich viele Menschen Behandlungen schlicht nicht leisten: Rund 8 von 19 Millionen Einwohner*innen leben unterhalb der Armutsgrenze.
So helfen wir im Tschad
Bereits seit 2003 unterstützen wir Patient*innen in Camps für Geflüchtete und Vertriebene. Damals hatte der Krieg in der benachbarten sudanesischen Region Darfur eine Krise ausgelöst. 2023 erweiterten wir unsere Aktivitäten im Tschad, um den Tausenden neu ankommenden Schutzsuchenden aus dem Sudan zu helfen.
Im Jahr 2024 haben unsere Teams im Tschad u.a.:
Im Osten des Tschads: Zwischen Flucht und Überleben
Die Ernten waren schlecht aufgrund der Dürren. Wir haben nichts zu essen. Deshalb ist mein Sohn krank geworden und schon das zweite Mal hier zur Behandlung gegen Mangelernährung.
Mariam Abdoulkarim mit ihrem Sohn in Massakory, Tschad
Zuletzt aktualisiert: 26.03.2026
So können Sie helfen!
Wir bieten Ihnen vielseitige Möglichkeiten, unsere humanitäre Arbeit zu unterstützen.