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Unsere Hilfe im Südsudan

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Meine Spende wird dort eingesetzt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Die Situation im Südsudan 

Der Südsudan steckt in einer der schwersten und komplexesten humanitären Krisen der Welt: Seit der Unabhängigkeit 2011 kämpfen Regierungs- und Oppositionsgruppen um Macht und Ressourcen. Weitere Konfliktlinien verlaufen entlang ethnischer Gruppen. Südsudan ist zudem von den Folgen der Klimakrise betroffen – insbesondere von Überschwemmungen. In der Folge all dieser Ereignisse wurden Millionen Menschen vertrieben. Gleichzeitig nimmt der Südsudan Flüchtende aus dem benachbarten Sudan auf. Die Infrastruktur des Landes ist geschwächt, Hilfsorganisationen haben nur begrenzt Zugang und internationale Mittel werden zunehmend gestrichen. 

Rund 9,3 Mio. Menschen im Südsudan benötigen im Jahr 2025 humanitäre Hilfe - das entspricht etwa 72 % der Gesamtbevölkerung (IRC). Etwa 7,3 Mio. Menschen sind von akuter Lebensmittelunsicherheit betroffen (IPC). 4,3 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben oder sind in Nachbarländer geflüchtet. 

Wir sind mit mehreren Teams vor Ort und tun alles, um zu helfen und Leben zu retten.

Wie wir helfen

Wir sind seit 1983 in der Region Südsudan - Sudan tätig. Wir reagieren auf Ausbrüche von Epidemien wie Cholera oder Masern, unterstützen Menschen bei Naturkatastrophen, sorgen in Camps für medizinische Betreuung sowie Wasser- und Sanitärversorgung. Wir begleiten Geburten und leisten psychosoziale Hilfe – auch nach (sexualisierten) Übergriffen. Auch Ausbildungsprogramme und Stipendien für angehende Pflegekräfte und Geburtshelfer*innen bieten wir an.  Unsere Teams haben allein im vergangenen Jahr z.B.:

  • Ihre regelmäßige Spende sichert medizinische Nothilfe weltweit.

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    Wir fordern: 

    • Alle Kriegsparteien müssen das humanitäre Völkerrecht einhalten und die Zivilbevölkerung, medizinische Einrichtungen und Personal schützen.
    • Alle Beschränkungen müssen aufgehoben werden, damit humanitäre Hilfe ungehindert, kontinuierlich und verlässlich auch umkämpfte Gebiete wie im Bundesstaat Jonglei erreichen kann.
    • Humanitäre Hilfe muss ausgeweitet und die Versorgung der Menschen sichergestellt werden. Internationalen Geber, darunter die deutsche Bundesregierung, müssen ihre Unterstützung für Südsudan sichern und die Mittel aufstocken.
    • Geber und die Regierung von Südsudan müssen den Kollaps des Gesundheitssystems verhindern, ihre Zusagen einhalten und Medikamente sowie Gehälter sichern. Mittel müssen deutlich erhöht werden. 

    Die Choleraepidemie ist ein Symptom für die tiefsten Schwachstellen des Südsudans: systemische Vernachlässigung, anhaltende Gewalt und ein fragiles, unterfinanziertes Gesundheitssystem.
    Ilse De Boer, unsere Stellvertretende Medizinische Koordinatorin 

     

    Konflikte gehen nach der Unabhängigkeit weiter 

    Südsudan ist seit 2011 unabhängig. Der Gründung des jüngsten Staates der Erde gingen zwei Bürgerkriege in Sudan voraus (1955-1972, 1983-2005). Doch auch nach der Unabhängigkeit befindet sich Südsudan in bewaffneten Konflikten um politische Macht und Ressourcen 

    Vor allem kämpfen Regierungstruppen gegen Opposition und Rebellen. Zusätzlich verlaufen Konfliktlinien entlang ethnischer Gruppen und mit ihnen verbundenen Milizen. Südsudan ist reich an natürlichen Ressourcen, insbesondere Öl. Und der Kampf um Kontrolle über Ölfelder - etwa in den Staaten Unity und Oberer Nil – ist auch eine wichtige Dimension des Konflikts.  

    Das 2018 geschlossene Friedensabkommen hat für einige Zeit zu einer gewissen Befriedung geführt, jedoch stockt die Umsetzung des Abkommens, und seit 2024 eskaliert die Gewalt im Land wieder. Derweil kürzen zahlreiche Geberländer die finanziellen Mittel für das ohnehin schon fragile Gesundheitssystem oder ziehen diplomatisches Personal ab. In der Folge erhält die Krise im Südsudan zunehmend weniger Aufmerksamkeit – mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung. 

    Zuletzt aktualisiert am: 11. Februar 2026

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