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Menschen auf der Flucht

Wir sind da, wo Menschen auf der Flucht sich selbst überlassen werden, und leisten medizinische Hilfe.

Sie fliehen vor Gewalt, Hunger oder Naturkatstrophen. Sie suchen Schutz und ein Leben in Würde. Viele Menschen legen dabei hunderte oder sogar tausende Kilometer zu Fuß zurück – und ertragen unvorstellbare Strapazen, die ihre Gesundheit gefährden und oft lebensbedrohlich sind.

Fast 118 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die Mehrheit von ihnen – Männer, Frauen und Kinder – sucht Schutz in den Nachbarländern ihrer Heimat. Menschen mit Zielen wie Nordamerika (3,6%) oder Europa (15,4%) sind gezwungen, immer gefährlichere Routen auf sich zu nehmen, weil sichere Fluchtwege abgebaut oder bereits blockiert sind.

  • 26 % leben in den wirtschaftlich am wenigsten entwickelten Ländern.
  • 39 % dieser Menschen sind Kinder.
  • 1,43 % der Menschen weltweit lebt als Vertriebene bzw. Geflüchtete.

So helfen wir

  • Notfallmedizin: Wir behandeln akute Verletzungen, die Menschen auf wochenlangen Fußmärschen, durch gewaltsame Übergriffe oder infolge der prekären Lebensumstände auf der Flucht erleiden. 
  • Medizinisch Grundversorgung: Mobile Teams versorgen Vertriebene und Geflüchtete in Camps: Wir behandeln chronisch Erkrankte, begleiten Geburten und kümmern uns um die Gesundheit von Müttern und Kindern.  
  • Behandlung von Mangelernährung: Mangelernährung ist in vielen Geflüchtetencamps ein Problem. Besonders betroffen sind Kinder unter 5 Jahren sowie Schwangere. Wir führen Screenings durch und behandeln Betroffene. 
  • Wasseraufbereitung: Wir bohren Brunnen oder organisieren den Transport und die Verteilung von sauberem Trinkwasser. So reduzieren wir u.a. das Risiko für einen Cholera-Ausbruch. 
  • Sanitäre Infrastruktur: Wir errichten Latrinen und die notwendige Infrastruktur zur Abwasser und Abfallentsorgung. Das ermöglicht ein Mindestmaß an Hygiene. 
  • Psychologisch Unterstützung: Wir unterstützen Kinder und Erwachsene psychologisch und helfen Überlebenden von Ausbeutung, sexualisierter Gewalt und Folter. 
  • Hilfsgüter verteilen: Menschen, die ihre Heimat zurücklassen müssen, tragen oft weniger als das Nötigste mit sich. Wir versorgen sie deshalb mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Seife, Zahnbürsten und Kleidung. 

Das fordern wir

  • Menschenwürdige und angemessene Versorgung für Menschen auf der Flucht
  • Legale und sichere Fluchtwege, damit Menschen, die fliehen müssen, Asyl beantragen können

Menschenrechte müssen im Zentrum der EU-Asyl- und Migrationspolitik stehen.

  • Menschenwürdige Unterbringung und uneingeschränkter Zugang zu medizinischer und psychosozialer Versorgung
  • Faire Asylverfahren, die rechtsstaatlichen Standards entsprechen
  • Staatliche Seenotrettung im Mittelmeer – proaktiv, dauerhaft und ausreichend ausgestattet
  • Schutz für humanitäre Hilfe: Organisationen dürfen nicht behindert oder kriminalisiert werden.
  • Keine Unterstützung der libyschen Küstenwache: Rückführungen nach Libyen bedeuten Haft, Gewalt und Folter. 

Unsere Themen im Detail

Sahelzone: Konflikte, Krisen und Klima zwingen zur Flucht

Klimawandel, knappe Ressourcen bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum, schwache staatliche Strukturen und bewaffnete Konflikte prägen den Alltag der Menschen in der Region.

Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Seit Mai 2015 ist Ärzte ohne Grenzen an Bord von Rettungsschiffen im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Jedes Menschenleben zählt. Seenotrettung ist eine Pflicht.

Rohingya auf der Flucht

Die Verfolgung der Rohingya hat eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit ausgelöst, die weltweit mehr Aufmerksamkeit erfordert.

So können Sie helfen