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Sudan: Fragen und Antworten zur humanitären Krise

Hintergründe zum aktuellen Konflikt, zur Lage der Zivilbevölkerung und zur medizinischen Hilfe von Ärzte ohne Grenzen

Seit 2023 ist wieder Krieg im Sudan

Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise weltweit. Ärzte ohne Grenzen ist seit 1979 im Sudan tätig und unterstützt die Bevölkerung mit medizinischer Nothilfe. Bewaffnete Konflikte, die Folgen der Klimakrise und chronisch unzureichende medizinische Versorgung gefährden immer wieder das Leben von Millionen Menschen.  

Die Ursachen der aktuellen Krise sind komplex und eng mit der Geschichte der Region verbunden. Dazu gehört auch, dass der südliche Landesteil des Sudans im Jahr 2011 zum unabhängigen Staat Südsudan wurde. 

Als humanitär‑medizinische Organisation berichten wir aus erster Hand über die humanitäre Lage an unseren Einsatzorten. Zu historischen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen geben wir nur grundlegende Einordnungen.    

Geschichte des Sudans und unserer humanitären Hilfe

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Eine Frau hält ein Projektil in den Händen.
Eine Frau, die von einem Schuss in den Hals getroffen wurde, wurde ins Krankenhaus von Abéché eingeliefert.
© Mohammad Ghannam/MSF

Die heutige humanitäre Krise im Sudan ist das Ergebnis jahrzehntelanger Konflikte, Gewalt und politischer Umbrüche. Im Folgenden ordnen wir zentrale historische Entwicklungen ein und erläutern die humanitären Folgen sowie die Rolle von Ärzte ohne Grenzen. 

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Gebäude mit Einschusslöchern
Zerstörtes Nyala Teaching Hospital in Süd-Darfur
© Abdalla Berima/MSF

Sicherheitslage im Sudan

Der Krieg im Sudan hat zu einer extrem unsicheren Lage für die Zivilbevölkerung und für humanitäre Helfer*innen geführt. Gewalt, Vertreibung und gezielte Angriffe auf Infrastruktur prägen den Alltag in vielen Regionen des Landes. Im Folgenden beantworten wir zentrale Fragen zur Sicherheitslage und zu ihren Auswirkungen auf die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen.

Zerstörte Lebensgrundlagen im Sudan

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Mitarbeitende messen Armumfang von kleinem Jungen auf Schoß von Mutter
Eine Gesundheitsberaterin misst den Armumfang eines kleinen Jungen. Nach seiner Masernimpfung haben wir ihn an ein Gesundheitszentrum überwiesen, um seine Mangelernährung zu behandeln.
© Cindy Gonzalez/MSF

Der anhaltende Krieg hat die fragile Wirtschaft des Sudans weiter geschwächt. Die Kämpfe blockieren Hilfslieferungen, zerstören Märkte und treiben die Lebensmittelpreise in die Höhe. 

Betroffene Nachbarländer des Sudan-Kriegs

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Mann mit kleinem Mädchen in Arm
Nasr Al Deen Abdullah mit seiner Tochter im Geflüchtetencamp Iridimi im Osten des Tschad.
© Mohammad Ghannam/MSF

Der Krieg im Sudan wirkt weit über die Landesgrenzen hinaus. Millionen Menschen sind auf der Flucht – sowohl innerhalb des Landes als auch in die angrenzenden Nachbarstaaten. Die folgenden Fragen geben einen Überblick darüber, welche Länder betroffen sind und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

So können Sie helfen

Werden Sie aktiv und unterstützen Sie unsere weltweite humanitäre Arbeit.