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"Gemeinsam Ebola stoppen"

29. 05.
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Frankfurt am Main

2018 brach im Osten der Demokratischen Republik Kongo die bislang schwerste Ebola-Epidemie in der Geschichte des Landes aus. Weit über 1.000 Menschen haben sich mit der Krankheit infiziert. Seit Beginn des Ausbruchs unterstützen Teams von Ärzte ohne Grenzen das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung der Epidemie. Zwar kommt nun erstmals ein Impfstoff zum Einsatz; und auch neue Medikamente bringen Hoffnung – dennoch ist die Sterblichkeitsrate höher als während der großen Ebola-Epidemie in Westafrika 2014-2016. Bislang gab es über 600 Todesopfer [Stand März 2019]. Fast die Hälfte davon starben zu Hause, weil die Menschen die Behandlungszentren aus Misstrauen nicht aufsuchten.

Von zentraler Bedeutung bei einer Epidemie sind das Verhindern einer Übertragung des Ebola-Virus und die Aufklärung der Bevölkerung. Die prekäre Sicherheitslage in vielen der betroffenen Gebiete macht jedoch eine effektive Bekämpfung schwierig. Insbesondere die Information der Bevölkerung über die Ausbreitung von Ebola und über notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus kann nur schwer durchgeführt werden. Als Folge gewaltsamer Übergriffe musste sich Ärzte ohne Grenzen zudem aus zwei Ebola-Zentren zurückziehen, ist aber weiter in der Region tätig, um die Epidemie einzudämmen.

Christian Kleine war als Arzt bereits zum dritten Mal mit Ärzte ohne Grenzen im Einsatz zur Bekämpfung Viral Hämorrhagischer Fieber, davon zweimal in Ebola-Ausbrüchen. Der erfahrene Tropenmediziner erklärt die Krankheit und erzählt, was wichtig ist, um die Epidemie zu stoppen. Er gibt einen Einblick in den Arbeitsalltag in Ebola-Zentren und erläutert die Herausforderungen, ein Ebola-Projekt in einem so schwierigen Kontext aufzubauen.

Wir hoffen auf eine anregende Diskussion und viele Fragen im Anschluss an den Vortrag.

Moderation: Florian Westphal (Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen )

Eintritt frei

Ort

Die Fabrik

Mittlerer Hasenpfad 5
60598 Frankfurt-Sachsenhausen