Direkt zum Inhalt

Freiluftausstellung “Im Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen”

Vielleicht haben Sie sich schon einmal eine der folgenden Fragen gestellt: Woher kommt sauberes Wasser im Katastrophengebiet? Wie erkennen und behandeln wir zum Beispiel in Afghanistan oder Madagaskar mangelernährte Kinder? Oder wie bekämpft Ärzte ohne Grenzen Infektionskrankheiten wie Ebola und Tuberkulose? 

Erleben Sie in unserer Freiluftausstellung hautnah, wie wir weltweit humanitäre Hilfe leisten.

Was Sie erwartet 

Image
Werbeplakat mit Foto eines Messbandes zur Ermittlung der Oberarmgröße im Hinblick auf Mangelernährung. Festivalbändchen oder Lebensretter? Ärzte ohne Grenzen Freiluftausstellung
  • Highlights zum Staunen: Besuchen Sie unser aufblasbares Chirurgiezelt als Operationssaal, weitere Zelte in Originalgröße und entdecken Sie vieles mehr zum Anfassen und Ausprobieren.
  • Im Gespräch mit Expert*innen: Unsere Mitarbeiter*innen berichten von ihren weltweiten Einsätzen und beantworten gerne Ihre Fragen. 
  • Führungen für Schulklassen nach Anmeldung

Das Anmeldeformular für Führungen für Schulklassen finden Sie hier.

Zur Anmeldung

Dieses Jahr ist unsere Ausstellung zu Gast in

Image
: Die Kinderärztin Solveig Köbe mit ihrer kleinen Patientin Gul Nama in Afghanistan. Gul Nama wird wegen Mangelernährung behandelt.

Die kleine Gul Nama aus Afghanistan ist in einem unserer Projekte wegen Mangelernährung aufgenommen worden.

Ihre Kinderärztin Solveig Köbe erzählt: „Das Mädchen war sehr schwer mangelernährt. Es bekam zudem kaum Luft und schwebte in Lebensgefahr. Gul Namas Mutter berichtete uns, dass die Familie seit Monaten nicht genug zu essen hatte. Ich untersuchte das Mädchen und musste feststellen, dass ein Lungenflügel komplett zusammengefallen und der Brustraum mit Flüssigkeit gefüllt war. Wir baten unsere Chirurg*innen umgehend um Hilfe. Sie legten eine Thorax-Drainage: Über diesen Zugang konnten sie die Flüssigkeit im Brustraum ablassen. Gul Nama ging es danach rasch besser.“

Die Kinderärztin Solveig Köbe mit ihrer kleinen Patientin Gul Nama
Image

In der Regenzeit in Nigeria schwemmt das Wasser vielerorts Schmutz und Abwasser in die Brunnen. Es kommt zu Cholera-Ausbrüchen. Dann ist schnelle und umfassende Hilfe gefragt.

Der Pfleger Mustafa Mahmud berichtet von seiner Zeit im Notfall-Team während des Cholera-Ausbruches 2021 im Norden Nigerias: "Cholera ist ein bakterieller Brechdurchfall und leicht zu behandeln. Doch ohne Versorgung sterben bis zu 50 Prozent der Erkrankten. (...) Wir errichteten insgesamt 16 Cholera-Behandlungseinheiten, stellten Betten und Medikamente zur Verfügung, schulten Personal. Außerdem informierten unsere mobilen Teams die Menschen über Präventionsmaßnahmen, sie chlorten Brunnen, verteilten Chlortabletten und desinfizierten die Häuser Erkrankter. Gemeinsam haben wir es geschafft, den Ausbruch einzudämmen."

Der kleine Sheriff ist nach seiner Cholera-Erkrankung wieder bei Kräften. Mit seinem Vater kann er bald nach Hause.
Image
Dr. Bern-Thomas Nyang’wa

Ärzte ohne Grenzen setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen, die von Tuberkulose (TB) betroffen sind, Hilfe erhalten – vor allem in Osteuropa, Zentralasien und Afrika.

„Die bisher gängige Behandlung gegen resistente TB ist langwierig und oft schmerzhaft. Die Patient*innen bekamen Injektionen und bis zu 20 Tabletten täglich. (…) Genau aus diesem Grund begannen wir vor neun Jahren mit unserer Forschung.
Wir können nun Patient*innen effektiver, schneller und angenehmer behandeln ¬– auch bei einer resistenten Form: Die von uns eingesetzte Therapie heilte 89 Prozent der Patient*innen innerhalb von sechs Monaten.
 

Dr. Bern-Thomas Nyang’wa leitete eine innovative Studie zur effektiveren Behandlung von resistenter Tuberkulose. 

Wissenswertes zur Ausstellung 

  • kostenfrei 
  • barrierefrei 
  • für Jung und Alt gleichermaßen

Wichtiger Hinweis zur Covid-19-Pandemie: Wir beobachten die aktuelle Lage und planen Veranstaltungen entsprechend der jeweils geltenden Hygienevorschriften. Wir bitten um Verständnis, dass wir je nach Infektionsgeschehen Veranstaltungen kurzfristig absagen müssen.

Image
Porträtbild Krankenschwester Cordula Häfner

Ich habe die Ausstellung schon häufiger begleitet. Es bereitet mir immer wieder große Freude mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen und von unserer Arbeit zu erzählen. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass wir anhand von Originalexponaten verständlich machen können, wie wir in den Projekten arbeiten, aber auch wo unsere Schwierigkeiten liegen." 

Cordula Häffner, Krankenschwester

Kommen Sie vorbei und lernen Sie die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen kennen. 

Sie möchten sich nicht gedulden, bis wir in Ihre Stadt kommen, oder Sie wohnen nicht in der Nähe? Dann laden wir Sie herzlich zu einem virtuellen Rundgang durch unsere Online-Ausstellung ein.

Tauchen Sie ein in die Welt der humanitären Hilfe!

Bei Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Image
Simona Kamleiter
Simona Kamleiter
- Veranstaltungen