Werkstattgespräch / Pub Talk

Pub Talk: "Medizinische Nothilfe im Kontext von Flucht in Bangladesch"

19. 04.
Werkstattgespräch / Pub Talk
Berlin

Seit Ende August 2017 sind mehr als 688.000 Rohingya aus Myanmar (Bundesstaat Rakhine) geflohen. Die muslimische Minderheit sucht in Bangladesch Schutz vor Gewalt. Ärzte ohne Grenzen hat innerhalb kürzester Zeit die Aktivitäten in der Region massiv ausgeweitet. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich beispielsweise in unserem Projekt in Cox’s Bazar innerhalb von drei Monaten von 200 auf 861 mehr als vervierfacht.

Die stationären Aufnahmekapazitäten unserer medizinischen Einrichtungen wurden erhöht. Neue Stationen, darunter bspw. ein Isolierbereich für infektiöse Krankheiten, wurden eingerichtet. Auf die Versorgung von Müttern und Kindern, wird ein besonderer Schwerpunkt gelegt. Zusätzliche Gesundheitsposten und mobile Kliniken wurden in verschiedenen Orten und an den von Flüchtenden genutzten Grenzübergängen eingerichtet. Ein riesiger Bedarf an Unterkünften, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Nahrung muss gedeckt werden.

Wie können wir in dieser Extremsituation verlässliche und umfassende medizinische Nothilfe leisten? Wie können Ausbrüche von Krankheiten bei einer schier unüberschaubaren Menge von Menschen verhindert werden? Wie kann die Arbeit des medizinischen und nicht-medizinischen Personals trotz des enormen Wachstums der Projekte, weiter professionell und strukturiert bleiben?

Die Berliner Ärztin Mona Tamannai war seit Mitte Dezember 2017 in den Projekten in Kutupalong und Balukhali für Ärzte ohne Grenzen tätig. Sie berichtet von der Arbeit und den Herausforderungen vor Ort.

Moderation: Nora Dettmer (Advocacy Unit von Ärzte ohne Grenzen)
 

Ort

Café Rizz

Grimmstr. 21
10967 Berlin