Ebola

Ausbruch in Westafrika 2014 - 2016

Im Dezember 2013 brach Ebola im westafrikanischen Guinea aus, wurde aber erst im März 2014 als Ebola-Ausbruch erkannt. Von dort breitete sich die Krankheit u.a. auf Liberia und Sierra Leone aus. Ärzte ohne Grenzen half seit März 2014 bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika. Es handelt sich um den größten bekannten Ebola-Ausbruch. Seither waren rund 300 internationale  und 4.000 lokal angestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen im Einsatz gegen die Krankheit. Am 14. Januar 2016 wurde die Epidemie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell für beendet erklärt, nachdem in allen drei Ländern eine Zeitspanne von 42 Tagen ohne neue Fälle abgelaufen war und alle bekannten Übertragungsketten unterbrochen sind. Die WHO erklärte aber auch, dass immer wieder vereinzelt neue Ebola-Fälle in der Region auftreten können.

Ärzte ohne Grenzen ist weiterhin in Westafrika im Einsatz.

Unterstützen Sie unsere weltweite Nothilfe! Unterstützen Sie unsere Nothilfe weltweit!

23. März 2016

Allgemeine Kurzinformation zu Ebola

Ebola ist eine durch Viren verursachte gefährliche Erkrankung, die laut WHO-Angaben in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich verlaufen kann. Die Infektion wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Zu den Symptomen zählen hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Eine Impfung gegen Ebola-Viren existiert nicht, die Patienten müssen isoliert und alle Kontaktpersonen überwacht werden. Bei Epidemien richtet Ärzte ohne Grenzen daher spezielle Behandlungszentren ein. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Patienten und Patientinnen betreuen, müssen sich an strenge Vorschriften halten, um eine Ansteckung zu vermeiden: Sie tragen Schutzkleidung und müssen Desinfektions-Regeln genauestens beachten.

Zum ersten Mal brach Ebola im Jahr 1976 im Norden des ehemaligen Zaire aus, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Das Fieber breitete sich damals zunächst in Yambuku aus, 100 km entfernt vom Ebolafluss (Legbala). Die meisten Menschen, die damit in Berührung kamen, starben. Seitdem trat die lebensbedrohliche Krankheit in mehreren afrikanischen Ländern auf, wie zum Beispiel im heutigen Süd-Sudan, Gabun, der Elfenbeinküste und zuletzt in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Bei dem Ausbruch, der 2014 begann, starben laut Angaben der Weltgeundheitsorgnisation (WHO) bislang mehr als 11.300 Menschen (Juli 2015). Eine Ebola-Epidemie wird offiziell erst nach 42 Tagen ohne neue bestätigte Infektionen als beendet angesehen. Ärzte ohne Grenzen beteiligte sich erstmalig im Jahr 1995 in der Stadt Kikwit in der Demokratischen Republik Kongo an der Bekämpfung von Ebola. Danach kam es auch zu Einsätzen in Uganda, Gabun und Kongo-Brazzaville.