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Venezuela: Immenser Bedarf nach Erdbeben

Caracas/Berlin, 30. Juni 2026. Nach den schweren Erdbeben in Venezuela schwindet stündlich die Hoffnung noch Überlebende unter den Trümmern zu finden. Während die akute Phase der Bergungsarbeiten ausläuft, steigen sowohl die Zahl der getöteten Menschen als auch die Bedarfe der Überlebenden. Ärzte ohne Grenzen plant gerade die Versorgung Tausender Menschen, die durch die Zerstörung ohne Obdach sind. Auch der Bedarf an psychologischer Unterstützung ist immens.   

Die Menschen haben ihr zuhause verloren, sie brauchen Nahrung, Wasser, Schlafplätze. Sie brauchen eine Basisgesundheitsversorgung. Darüber hinaus brauchen sie psychologische Unterstützung für die mentale Gesundheit. Die Menschen sind traumatisiert.

Andreas Spaett, Projektkoordinator aus Deutschland in Caracas

Nach den Erdbeben haben Teams von Ärzte ohne Grenzen medizinisches Material und Medikamente für 3.500 Patient*innen an acht Krankenhäuser in Caracas und La Guaira gespendet. Ärzte ohne Grenzen war schon vor den Erdbeben als einzige internationale Nichtregierungsorganisation vor Ort und konnte so unmittelbar kritische Versorgungslücken schließen, als die Notvorräte der Krankenhäuser durch die Vielzahl der Verletzten aufgebraucht waren.

Durch das Abklingen der akuten Bergungsphase der Menschen, verschieben sich nun die operativen Prioritäten. Tausende Menschen im Großraum Caracas sind durch die Zerstörung ohne Obdach. Ärzte ohne Grenzen plant derzeit mit mobilen Teams die medizinische und humanitäre Versorgung der Menschen zu unterstützen. Derzeitigen Schätzungen zufolge wurden mehr als 1.500 Gebäude beschädigt, darunter überwiegend Wohnhäuser. Außerdem wird psychologische Unterstützung aufgebaut, auch in dem Bereich ist der Hilfsbedarf enorm.

Audionachricht von Andreas Spaett aus Venezuela

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