Welt-Malaria-Tag 2012: Schwere Epidemie im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Malariafälle dramatisch angestiegen. In den Projekten der Organisation hat sich die Zahl der Patienten von 2009 bis 2011 mehr als verdreifacht.

Ärzte ohne Grenzen hat allein in den ersten drei Monaten 2012 mehr als 85.000 Patienten behandelt und hat Nothilfeteams in vier Provinzen entsandt - aber das reicht angesichts des Ausmaßes der Krise nicht aus. Die Organisation ruft deshalb die kongolesische Regierung und andere Hilfsorganisationen zu Sofortmaßnahmen auf.

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass viele Patienten an einer schweren Form der Malaria leiden. Diese Patienten müssen stationär behandelt werden und benötigen Bluttransfusionen. Doch in weiten Gegenden gibt es überhaupt keine oder nur eine unzureichende Gesundheitsversorgung, zudem können sich viele Patienten die Behandlung nicht leisten. Dem kongolesischen Gesundheitssystem mangelt es an angemessenen Medikamenten und gut ausgebildetem Personal.