Uganda

Hilfe für Ebola-Patienten kann eingestellt werden

Im Westen Ugandas (Bezirk Bundibugyo) halfen Teams von Ärzte ohne Grenzen Patienten, die an Ebola erkrankt waren. Inzwischen scheint es, als sei die Epidemie vorüber. Seit dem 23. Dezember wurde kein neuer Ebolafall mehr registriert.

Nach neusten Zahlen sind bei der Ebola-Epidemie in Bundibugyo von August bis Ende Dezember 2007 148 Menschen an Ebola erkrankt. Von diesen Patienten starben 37 innerhalb weniger Wochen. Die Behörden hatten die Epidemie erst am 28. November 2007 offiziell bestätigt.

Ebola ist wie Marburg ein hämorrhagisches Fieber, das sehr ansteckend ist und gegen das es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt. Beide Krankheiten werden durch den Verzehr von Wildtieren - im Fall von Ebola meistens von Affen - auf den Menschen übertragen.

Der Einsatz von Ärzte ohne Grenzen konzentrierte sich einerseits auf die Isolierung und Pflege der Erkrankten, andererseits auf die Suche nach Personen, die mit diesen in Kontakt gekommen waren. Diese Strategie erwies sich als erfolgreich. Weniger als einen Monat nach Beginn des Einsatzes ist beinahe sicher, dass die Übertragung von Mensch zu Mensch unterbunden werden konnte.

Am 8. Januar 2007 begann Ärzte ohne Grenzen mit der Schließung einer der beiden von der Organisation eingerichteten Isolationsstationen. Es handelt sich um die Station in Kikyo. Der Ort liegt einige Kilometer von Bundibugyo entfernt und scheint der Ausgangspunkt der Epidemie gewesen zu sein. Die Isolierstation wird vollständig zurückgebaut.

In Bundibugyo, der Provinzhauptstaft, ist nur noch ein einziger Patient zur Beobachtung in der Isolationsstation des Krankenhauses. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Labortests ergeben, dass er sich mit Ebola angesteckt hat.
Die rund 20 internationalen und 60 ugandischen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen können wegen der Entspannung der Situation ihre Arbeit allmählich einstellen. Die Teams beraten aber die Angehörigen der Opfer weiter, bilden Gesundheitspersonal aus und führen epidemiologische Nachforschungen durch. Die Maßnahmen sollen es ermöglicht, dass die Krankheit in Zukunft rascher diagnostiziert und Erkrankte schneller gepflegt werden können. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Übertragungskette wirklich unterbrochen wurde.