Südsudan

Gatluok ist zwei Jahre alt und wiegt 5,7 Kilo - Alarmierende Zahlen von Mangelernährung im Südsudan - Fotostory

Gatluok ist einer unserer Patienten im Ernährungszentrum im Südsudan - das ist seine Geschichte.

In Teilen des Südsudans ist Ärzte ohne Grenzen mit alarmierenden Zahlen von Mangelernährung konfrontiert. Besonders betroffen ist Leer, eine Stadt, die im Sumpfland in der Nähe des Weißen Nils liegt. Vor dem Ausbruch des bewaffneten Konflikts befanden sich meist 200 Kinder auf der ambulanten Ernährungsstation. Inzwischen ist die Zahl auf mehr als 1.800 gestiegen.

Die Teams messen die Körpergröße der Kinder, ihr Gewicht und ihren Armumfang. Dadurch konnten sie bislang festhalten, dass der Großteil der Kinder moderat mangelernährt in die Ernährungsstation kommt. „In dem Fall geben wir ihnen eine Wochenration einer Spezialnahrung auf Erdnussbasis mit nach Hause. Die Kinder werden dann wöchentlich untersucht, bis sie wieder Normalgewicht erreicht haben“, sagt Grace Ayuelu, die medizinische Leiterin in Leer.

Sind die Kinder stark mangelernährt, müssen sie stationär im Ernährungszentrum aufgenommen und versorgt werden. Ihre Ernährung kann dort die ganze Zeit überwacht werden. Außerdem werden sie medikamentös behandelt, um Komplikationen zu vermeiden, die sonst bei starker Mangerernährung auftreten können. Auch der zweijährige Gatluok wurde hier wieder aufgepäppelt.