China

Erkundungen nach dem Erdbeben gehen weiter

Am vergangenen Mittwoch erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,9 die Autonome Tibetische Präfektur Yushu. Chinesischen Medien zufolge sind dabei 1.706 Menschen gestorben. 12.128 Personen wurden verletzt, davon 1.394 schwer. Ärzte ohne Grenzen führt in der Region Erkundungen durch, um zu ermitteln, ob ein Bedarf an Hilfe besteht. Ein aus drei Personen bestehendesTeam von Ärzte ohne Grenzen erreichte Yushu am Samstagabend und verbrachte den Sonntag damit, Behördenvertreter zu treffen und den Bedarf an Hilfe festzustellen.

Das Team traf Mitarbeiter der lokalen Gesundheitsbehörde, sowie des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten, die betonten, dass für die erste Nothilfephase keine Unterstützung von Ärzte ohne Grenzen benötigt werde.

Die meisten schwer verletzten Opfer des Erdbebens wurden bereits in medizinische Einrichtungen der Provinzhauptstadt Xining und benachbarter Provinzen gebracht. Das Militär hat im Stadtzentrum ein großes Feldkrankenhaus errichtet, in dem Gesundheitspersonal der Armee und Freiwillige arbeiten. Das Erkundungsteam von Ärzte ohne Grenzen besuchte diese Einrichtung und konnte feststellen, dass sie nicht überbelegt ist und eine gut ausgerüstete Intensivstation in Betrieb ist.

Das Team wird die Erkundungen am Montag fortsetzen und Dörfer in der Umgebung von Jiegu besuchen, um zu sehen, ob außerhalb der Stadt medizinischer Bedarf besteht.

Die durch das Erdbeben entstandenen Schäden sind groß. Alle Gesundheitseinrichtungen, die es in Jiegu gegeben hatte, sind entweder zerstört oder beschädigt. Das Team wird untersuchen, in welcher Weise Ärzte ohne Grenzen die Instandsetzung dieser Einrichtungen unterstützen kann.