Demokratische Republik Kongo

Ebola-Epidemie in West-Kasai

Am Sonntagmorgen ist in West-Kasai eine Frau mit Symptomen, die denen des hämorrhagischen Fiebers Ebola entsprechen, gestorben. Am 25. Dezember ist in Mweka ein Mann mit ähnlichen Symptomen verschieden. Damit hat sich die Anzahl der Todesfälle auf elf erhöht. Insgesamt stehen 35 Patienten unter Ebola-Verdacht.

Drei dieser Patienten werden zurzeit in einer von Ärzte ohne Grenzen erstellten Isolierstation mit sechs Betten in Kaluamba betreut. Weitere zwei Patienten werden bei sich zuhause in Kampungu medizinisch versorgt. Insgesamt überprüft Ärzte ohne Grenzen regelmäßig den Gesundheitszustand von 102 Personen, die unter Verdacht stehen, mit Ebola-Patienten in Kontakt gewesen zu sein.

Bevölkerung und Pflegepersonal informieren

In Kampungu wurde eine Isolierstation mit einer Kapazität von 25 Betten aufgebaut, die im Fall einer Verbreitung der Krankheit eingesetzt werden wird. Zurzeit arbeitet ein 15-köpfiges Team von Ärzte ohne Grenzen, das vor allem aus Ebola-Spezialitsten besteht, mit der Gesundheitsbehörde von West-Kasai zusammen. In Kasai wird demnächst ein Psychologe das Team verstärken.

Gerüchte um vermutete Ebola-Krankheits- oder Todesfälle machen deutlich, dass sowohl unter der Bevölkerung als auch unter dem Pflegepersonal Angst und Unsicherheit ob der Krankheit herrschen.

Zu den Aufgaben der Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen gehört es, verschiedene Ebola-Gebiete zu besuchen, um Untersuchungen durchzuführen. Es ist nach wie vor eine Priorität, die Epidemie besser zu verstehen und somit die Ausbreitung besser kontrollieren zu können. Unterstützt wird das Team von Kollegen, die Informationen zu Ebola auf Französisch und in den lokalen Sprachen auf Postern, im Radio, in Kirchen und Schulen verbreiten. Sie arbeiten zu diesem Zweck auch mit Gemeindearbeitern und Pflegepersonal zusammen, die auch in epidemiologischer Überwachung, zu Maßnahmen zur Kontrolle der Infektionsausbreitung und im Umgang mit der Krankheit geschult wurden.