Südsudan

Ärzte ohne Grenzen versorgt Vertriebene in Juba

Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Juba klären ab, welche Patienten schnell versorgt werden müssen.

Zwei Notfall-Teams von Ärzte ohne Grenzen – bestehend aus Ärzten, Logistikern und Trinkwasser-Experten – haben am gestrigen Sonntag mit medizinischen Aktivitäten für diejenigen Menschen begonnen, die vor Kämpfen in der südsudanesischen Hauptstadt Juba geflohen sind.

Rund 20.000 Menschen sind auf zwei Stützpunkte der Vereinten Nationen und an andere Orte in der Stadt geflohen, wo sie Schutz vor den intensiven Kämpfen suchen, die in der vergangenen Woche in Juba ausgebrochen sind. Nach einer raschen, unabhängigen Untersuchung der Bedürfnisse der Vertriebenen haben zwei Teams von Ärzte ohne Grenzen mit der medizinischen Versorgung begonnen.

Medizinische Versorgung zu den Menschen bringen

„Einige Patienten haben Verletzungen, die direkt mit den Kämpfen zusammenhängen, etwa Schusswunden. Jetzt hat sich die Situation in Juba jedoch beruhigt und Notfallmedizin scheint zurzeit nicht mehr das größte Bedürfnis zu sein“, sagt Forbes Sharp, der Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Juba. „Die Vertriebenen fühlen sich jedoch nicht sicher und trauen sich nicht nach Hause. Sie trauen sich auch nicht, die Krankenhäuser und Gesundheitszentren der Stadt aufzusuchen. Deshalb bringen wir die medizinische Versorgung zu ihnen.“

In anderen Landesteilen wird vielerorts von Kämpfen der bewaffneten Opposition gegen die SPLA (Südsudanesische Armee) berichtet. In einigen dieser Gebiete sind Teams von Ärzte ohne Grenzen vor Ort. Wo es die Situation zulässt, reagiert Ärzte ohne Grenzen mit verstärkten medizinischen Aktivitäten und vergrößert die Kapazitäten der Teams.