Japan

Ärzte ohne Grenzen evaluiert weiterhin die Lage in den vom Erdbeben und Tsumanis betroffenen Gebieten

Das erste Team von Ärzte ohne Grenzen beim Start nach Kakuta, Miyagi.

Das Team von Ärzte ohne Grenzen, das die vom Erdbeben der Stärke 9.0 und den Tsunamis betroffenen Gebiete im Nordosten Japans erreicht hat, unterstützt weiterhin die umfangreichen Hilfsarbeiten der japanischen Regierung. Das Team wurde auf zehn Personen aufgestockt, weitere Mitarbeiter werden am Montag zur Unterstützung geschickt.

"Am Sonntag haben wir mobile Kliniken und Evaluierungen in zwei Evakuierungszentren gestartet", berichtet Mikiko Dotsu, Koordinatorin des Ärzte ohne Grenzen-Teams. "Die medizinischen Bedürfnisse steigen in den Evakuierungszentren."

Für die Überlebenden der Katastrophe bleibt die Situation schwierig, weite Teile der Provinz sind noch immer von der Wasserversorgung und Elektrizität abgeschnitten.

Am Montag wird sich das zehnköpfige Erkundungsteam in zwei Gruppen aufteilen und die Erkundungen auf den Süden von Sendai in der Provinz Miyagi ausdehnen. Darüber hinaus werden sie sich in die abgelegenen Gebiete begeben, die am schlimmsten von den Erdbeben und Tsunamis getroffen wurden.

Neben weiteren Evaluierungen, werden die Teams sich auf die Behandlung der Bedürftigsten konzentrieren, vor allem der älteren Bevölkerung und kleiner Kinder, sowie auf Patienten, die unter chronischen Krankheiten wie Diabetis und Herzkrankheiten leiden.

Ärzte ohne Grenzen beobachtet weiterhin die Situation in der Region der Fukushima Atomkraftwerke. Sollte sich die Lage dort weiter verschlechtern, kann momentan ausschließlich die japanische Regierung darauf reagieren.