Somalia

Somalia: 71 Verletzte und vier Tote nach Gewalteskalation in Baidoa

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Nach bewaffneten Auseinandersetzungen in und um die somalische Stadt Baidoa am 17. August warnt Ärzte ohne Grenzen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage. In der Stadt leben mehr als eine halbe Million Menschen, die vor Konflikten, Dürre und Unsicherheit geflohen sind. 

Dazu Elshafie Mohammed, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Somalia:

„Im Bay Regional Hospital, wo Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium tätig ist, haben unsere Teams bislang 71 Verletzte aufgenommen, darunter Frauen und Kinder. Dabei wurden vier Todesfälle verzeichnet. Verletzte treffen weiterhin ein, sodass diese Zahlen voraussichtlich noch steigen werden.

Viele Menschen in Baidoa sind auf die ohnehin begrenzten Gesundheitsdienste der Stadt angewiesen. Jede neue Gewalteskalation setzt das Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck und erschwert den Zugang zu lebensrettender medizinischer Versorgung für die Menschen, die sie dringend benötigen.

Es ist erschütternd, erneut mitzuerleben, wie Zivilist*innen in Gewalt hineingezogen werden. Die Zivilbevölkerung, Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal müssen geschützt werden. Es muss außerdem sichergestellt werden, dass Verletzte medizinische Hilfe sicher erreichen können.”

Im Bay Regional Hospital unterstützt Ärzte ohne Grenzen die Notaufnahme sowie die Abteilungen für Geburtshilfe, Pädiatrie, Ernährung und ambulante Versorgung.

Für weitere Auskünfte sprechen Sie uns an.