Demokratische Republik Kongo

Mitarbeitende*r von Ärzte ohne Grenzen positiv auf Ebola-Krankheit getestet und evakuiert

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Ärzte ohne Grenzen bestätigt, dass eine für die Organisation tätige Person, die in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) an der Eindämmung des Ebola-Ausbruchs mitgewirkt hat, positiv auf das Bundibugyo-Virus getestet wurde. Sie wird nun sicher und unter Einhaltung strenger medizinischer Schutzmaßnahmen in ein dafür vorgesehenes Krankenhaus in den Niederlanden evakuiert. Dafür stimmen wir uns eng mit den zuständigen Gesundheitsbehörden in der DR Kongo und in den Niederlanden ab. 

Um die ärztliche Schweigepflicht zu wahren und die Privatsphäre der betroffenen Person zu schützen, können wir keine genaueren Angaben zu dieser oder anderen einzelnen Evakuierungen von Ärzte ohne Grenzen aus medizinischen Gründen machen. 

Die menschlichen Folgen der aktuellen Krise in der DR Kongo sind beispiellos. Die betroffenen Communitys durchleben den bislang größten Ebola-Ausbruch des Landes. Seit Mai wurden mehr als 8.000 Fälle bestätigt und 4.000 Todesfälle gemeldet, wobei die tatsächliche Zahl der Betroffenen wahrscheinlich höher liegt. Grund dafür sind Lücken in der Überwachung und Identifizierung von Fällen. Medizinische Fachkräfte gehören zu den am stärksten durch den Ausbruch gefährdeten Gruppen. Obwohl Ärzte ohne Grenzen seine Mitarbeitenden schult und alles tut, um ihnen ein Höchstmaß an Schutz zu bieten, müssen wir anerkennen, dass sich das Risiko einer Ansteckung nie vollständig ausschließen lässt. 

Wir stehen solidarisch an der Seite all jener, die an vorderster Front auf den Ebola-Ausbruch in der DR Kongo reagieren. Ihr Mut, ihr Engagement und ihre Entschlossenheit sind entscheidend dabei, die Menschen in den betroffenen Regionen zu schützen und Leben zu retten. 

Ärzte ohne Grenzen ist derzeit in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Tshopo und Haut-Uélé aktiv, um bei der Eindämmung des Ausbruchs zu unterstützen. Wir sind weiterhin entschlossen, gemeinsam mit den kongolesischen Gesundheitsbehörden und den betroffenen Gemeinden zu tun, was wir können, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen.

Für weitere Auskünfte sprechen Sie uns an.