Jemen: Große medizinische Bedarfe in Mokka
Aden/Berlin, 11. September 2026. Nach der jüngsten Eskalation der Kämpfe im Westen des Jemen bestätigt Ärzte ohne Grenzen, dass die Teams der Organisation weiterhin in Mokka sind und das Allgemeine Krankenhaus unterstützen.
In den vergangenen Tagen sind viele Menschen aus der Stadt geflohen, darunter auch medizinisches Personal aus den Krankenhäusern. Da mehrere Gesundheitseinrichtungen derzeit nicht funktionsfähig sind, ist das im Allgemeinen Krankenhaus verbliebene Personal zentral für die medizinische Versorgung der Menschen in Mokka.
Der medizinische Bedarf ist groß und geht weit über die Behandlung von Verletzungen hinaus. Derzeit setzen rund 30 medizinische Fachkräfte von Ärzte ohne Grenzen alles daran, die grundlegenden Versorgungsleistungen im Krankenhaus aufrechtzuerhalten. Dazu zählen die Geburtshilfe, pädiatrische Versorgung sowie die Behandlung medizinischer Notfälle, darunter auch Cholera.
Lage äußerst ungewiss und belastend
Damit die Menschen sicheren Zugang zu medizinischer Versorgung haben, müssen medizinische und humanitäre Einrichtungen, Fahrzeuge und Mitarbeitende geschützt werden. Auch, um sicherzustellen, dass Patient*innen in kritischem Zustand verlegt werden können, wenn die benötigte Behandlung vor Ort nicht verfügbar ist.
Ärzte ohne Grenzen prüft Möglichkeiten, um das Team in Mokka zu verstärken. Die Lage ist äußerst ungewiss und belastend, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Mitarbeitenden vor Ort. Ärzte ohne Grenzen beobachtet die Entwicklungen und setzt sich bei den zuständigen Behörden für den Schutz medizinischer und humanitärer Aktivitäten ein.
Ärzte ohne Grenzen unterstützt die medizinische Versorgung in Mokka seit 2018.