Jemen

Jemen: Erneute Kämpfe verschärfen die humanitäre Notlage

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Aden/Berlin, 15. September 2026. Die jüngste Eskalation der Kämpfe im Jemen hat zu einer steigenden Zahl von Verletzten geführt. Das ohnehin überlastete Gesundheitssystem gerät dadurch an seine Grenzen. Tausende Familien sind gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen.

Seit dem 10. September wurden über 60 Verletzte von der Westküste in das Al-Gamhuria-Krankenhaus in Aden eingeliefert. Viele von ihnen benötigen dringende Operationen, Bluttransfusionen und Pflege. Dies hat die Notaufnahme, Operationssäle und Stationen, aber auch die medizinischen Vorräte sowie das Personal des Krankenhauses erheblich belastet.

Ärzte ohne Grenzen hat deshalb seine Unterstützung für die Notaufnahme ausgeweitet und hilft dem Krankenhauspersonal bei der Triage. Außerdem versorgt die Organisation das Krankenhaus mit medizinischem Material und Medikamenten. In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden hat Ärzte ohne Grenzen zudem Krankenhäuser in Hodeidah mit medizinischen Hilfsgütern unterstützt und Pakete zur Behandlung von Verletzten an Krankenhäuser in Taiz, Al-Baida und Al-Jauf geliefert. Die Bedarfe dürften weiter steigen.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration wurden mehr als 90.000 Menschen neu vertrieben. Vertriebene Familien haben kaum Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Unterkünften, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung.

Mit dieser Eskalation droht das Gesundheitssystem im Jemen einen Punkt zu erreichen, an dem eine Erholung nicht mehr möglich ist. Jahrelange Mittelkürzungen haben bereits dazu geführt, dass die Gesundheitseinrichtungen kaum noch über die Kapazitäten verfügen, um eine neue Konfliktwelle aufzufangen.

Eine nachhaltige und flexible Finanzierung für den Jemen ist unerlässlich, damit Frauen, Kinder und die Gemeinschaften, die bereits die schwerste Last tragen, nicht ohne medizinische Versorgung zurückbleiben.

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Seit 2015 herrscht ein brutaler Krieg im Jemen. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen.

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