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Fragen & Antworten zum Face-to-Face-Fundraising

Was machen unsere Face-to-Face-Fundraiser*innen genau? Und warum sind sie so wichtig für unsere Arbeit? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
  • Alles zum Job

    Was machen Face-to-Face-Fundraiser*innen für Ärzte ohne Grenzen genau? 

    Als Fundraiser*in arbeitest du in Fußgängerzonen, Kongressen oder an der Haustür für Ärzte ohne Grenzen. Ausgestattet mit Tablet und Informationsmaterialien sprichst du Interessierte an, begeisterst sie für unsere Arbeit und hilfst uns, Dauerspender*innen zu gewinnen. Auf diese Weise sicherst du langfristig unsere unabhängige und unparteiische medizinische Nothilfe in mehr als 70 Ländern. 

    Wir können dir eine Mitarbeit in zwei verschiedenen Modellen anbieten. Wenn du in Berlin, Hamburg oder im Kölner Raum wohnst, kannst du bei unseren Städtekampagnen bei dir vor Ort mitarbeiten und uns regelmäßig unter der Woche unterstützen. Bist du gerne unterwegs und arbeitest lieber einige Wochen am Stück, dann ist die bundesweite Reisekampagne das Richtige. Hier fahren unsere Teams für mehrere Wochen in verschiedene Regionen Deutschlands, wo sie über unsere Arbeit informieren und für uns Spender*innen werben. 

    Welchen Beitrag leiste ich als Fundraiser*in?

    Seit dem Start unseres Face-to-Face-Fundraisings im Jahr 2007 konnten unsere Teams mehr als 150.000 neue Dauerspender*innen gewinnen. Deren regelmäßige Zuwendungen sind für unsere Arbeit extrem wichtig: Der allergrößte Teil des Geldes fließt direkt in unsere medizinische Nothilfe in mehr als 70 Ländern. 

    Mit ihrer Arbeit tragen unsere Fundraiser*innen dazu bei, dass wir unsere weltweiten Projekte langfristig planen und in unvorhergesehenen Notsituationen sofort helfen können. Die Regelmäßigkeit und Langfristigkeit der eingeworbenen Spenden sorgen dafür, dass sich unsere Face-to-Face-Kampagnen bereits nach kurzer Zeit refinanzieren. Im Schnitt gewinnen unsere Fundraiser*innen am Stand pro Tag drei bis sechs Spender*innen, die sich für eine regelmäßige Unterstützung unserer Projektarbeit entscheiden.

    Kann ich von Beginn an in dem Job erfolgreich sein? 

    Ja, das kannst du: Ausschlaggebend für deinen Erfolg sind vor allem dein Engagement und deine Überzeugungskraft. Die notwendigen Inhalte und unseren Ansatz, wie wir ein respektvolles, informatives und motivierendes Gesprächs auf Augenhöhe mit Interessierten führen, lernst du in unserem Workshop.

    Wie viel verdiene ich? 

    Wir zahlen dir für deine Mitarbeit von Beginn an bis zu 16 Euro pro Stunde. Dies ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. 11 Euro pro Stunde sind dir in jedem Falle sicher. Bei langfristiger Mitarbeit erhöht sich dein Grundgehalt. Zusätzlich erhältst du eine jährliche Sonderzahlung zum Jahresende. Für jeden gemeinsamen Monat wirst du zum Jahresende noch einmal zusätzlich belohnt. Wenn du als Teamleiter*in zusätzliche Aufgaben übernimmst, erhältst du zudem ein höheres Gehalt.  

    Nach 9 und 14 Monaten Mitarbeit für unsere Städtekampagne erhältst du eine Gehaltserhöhung. Deine Vergütungsstufe wird monatlich neu berechnet und ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. Darüber hinaus hast du Anspruch auf bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Das Gehalt wird am Monatsende überwiesen. Es entstehen keine Kosten für dich. Ein Gehaltsbeispiel: Bei neun Tagen Mitarbeit plus vergütetem Teamabend erhältst du erfolgsabhängig zwischen 916 Euro brutto und 1.276 Euro brutto. 

    Bei der Reisekampagne erhältst du ein wöchentliches Bruttogehalt zwischen 528 Euro und 820 Euro bei einer vertraglichen 48-Stunden-Woche. Wenn du insgesamt mehr als 8 oder sogar mehr als 12 Wochen mit unserer Reisekampagne unterwegs warst, erhältst du jeweils eine Gehaltserhöhung. Darüber hinaus bieten wir eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie eine Verpflegungspauschale von 26,40 Euro netto pro Tag. Die Vergütungsstufe wird wöchentlich neu berechnet und ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. Das Gehalt wird am Monatsende überwiesen. Es entstehen keine Kosten für dich. Ein Gehaltsbeispiel: Für drei Wochen Mitarbeit auf unserer Reisekampagne erhältst du zwischen 1.590 Euro und 2.460 Euro brutto sowie eine steuerfreie Verpflegungspauschale in Höhe von 554,40 Euro.

    Wie viel kann ich als Fundraiser*in arbeiten? 

    Das ist unterschiedlich und hängt davon ab, ob du bei uns in der Städte- oder in der Reisekampagne eingesetzt wirst:  

    Bei der ganzjährigen Städtekampagne in Berlin, Hamburg oder Köln übernimmst du mehrere ganztägige Einsätze pro Woche (Montag bis Samstag). Die Arbeitszeit pro Tag beträgt in der Regel sieben Stunden plus eine Stunde Pause.  

    Bei der mehrwöchigen Reisekampagne bist du mindestens zwei Wochen am Stück in verschiedenen deutschen Städten unterwegs und arbeitest von Montag bis Samstag ganztägig. Am Sonntag ist gewöhnlich An- und Abreise oder Weiterreisetag.  Deine Wünsche und zeitliche Verfügbarkeit berücksichtigen wir bei der Einsatzplanung. 

    Kann ich auch für kurze Zeit (z.B. während der Ferien) als Fundraiser*in arbeite

    Ja, in beiden Kampagnenmodellen kannst du auch für eine kurze Dauer, beispielsweise in der Sommerzeit in Form eines Ferienjobs mit uns arbeiten. Bei der Reisekampagne reist du mindestens zwei Wochen mit uns. Anschließend wirst du regelmäßig über die neuen Kampagnenzeiträume informiert und dazu eingeladen. Möchtest du lieber bei dir vor Ort in Berlin, Hamburg oder Köln mitarbeiten, kontaktiere uns, und wir prüfen gemeinsam, für wie viele Wochen du mindestens verfügbar sein solltest.

    Wie werde ich angestellt?

    Du wirst direkt bei Ärzte ohne Grenzen e.V. Deutschland angestellt und erhältst einen sozialversicherungspflichtigen, zunächst befristeten Arbeitsvertrag. Der Erstvertrag ist auf 3 Monate angelegt. Nach 2 Jahren Mitarbeit bei der Städtekampagne bieten wir dir einen unbefristeten Arbeitsvertrag an. Für die Reisekampagne erhältst du immer für die jeweilige Kampagne einen neuen Vertrag. 

    Wir beraten dich gerne individuell und ermitteln dann gemeinsam, mit welchen steuerlichen Abzügen du rechnen solltest. Eine selbstständige Arbeit auf Rechnung oder auf Minijobbasis, auch bekannt als 450-Euro-Job, ist nicht möglich.  

     Zum Ende deiner Mitarbeit erhältst du natürlich ein Arbeitszeugnis von uns. 

    Wer organisiert das Face-to-Face-Fundraising? 

    Schon seit 2007 setzen wir unser Face-to-Face-Fundraising inhouse um. Wir möchten alle Fundraiser*innen persönlich kennenlernen, ausbilden und begleiten. So können wir sicherstellen, dass unsere Organisation kompetent, professionell und seriös repräsentiert wird und wir nachhaltig neue Dauerspender*innen gewinnen. Außerdem ist es uns wichtig, dass unsere Fundraiser*innen gerne und langfristig für uns arbeiten wollen.

    Wie bereitet mich Ärzte ohne Grenzen auf den Job vor?

    Bevor es losgeht, gibt es für alle Bewerber*innen einen zweieinhalbtägigen kostenlosen Workshop, in dem wir die Grundlagen des Face-to-Face-Fundraisings für Ärzte ohne Grenzen vermitteln. Dort erhältst du ein Kommunikationstraining mit Übungen zu typischen Situationen am Stand und an der Haustür. Als angestellte Fundraiser*in informieren wir dich an gemeinsamen Teamabenden und mittels unseres Telegram-Kanals über unsere aktuellen Projekte. Auf diese Weise bleibst du immer auf dem neuesten Stand über Ärzte ohne Grenzen. Zudem laden wir regelmäßig Projektmitarbeiter*innen ein, die von ihren Nothilfe-Einsätzen berichten. 

    Wir hoffen auf eine langfristige Zusammenarbeit mit dir und möchten gemeinsam mit dir an deinem Erfolg als Face-to-Face-Fundraiser*in arbeiten. Solltest du anfangs Schwierigkeiten haben, ist das kein Problem. Das Team ist gemischt und einige arbeiten schon lange für uns, so dass sich die Fundraiser*innen  gegenseitig unterstützen können. Ihr lernt voneinander und profitiert von den Erfahrungen eurer Kolleg*innen. Zusätzlich stehen dir unsere erfahrenen Coaches mit Rat und Tat zur Seite und deine Teamleitung hat immer ein offenes Ohr.  

    Kann ich auch als Teamleiter*in oder Coach arbeiten?

    Gerne, wir sind immer auf der Suche nach qualifizierten Teamleiter*innen und Coaches. Wichtig hierfür ist, dass du dich schon sehr gut mit den Themen von Ärzte ohne Grenzen und unseren Qualitätsstandards auskennst. Deshalb starten alle neuen Mitarbeiter*innen bei uns als Face-to-Face-Fundraiser*innen. Mit Motivation und der passenden Persönlichkeit sowie mit ausreichend Fundraising-Erfahrung kannst du dich in Kürze zur Teamleitung oder auch zum Coach weiterentwickeln. 

    Ist der Job so anstrengend, wie ich ihn mir vorstelle? 

    Ja, der Job ist sehr anstrengend. Wir arbeiten ausschließlich stehend und größtenteils im Freien, so dass das Wetter je nach Witterung körperlich herausfordernd sein. 

    Unsere Fundraiser*innen beschreiben die Mitarbeit zugleich aber als überaus sinnstiftend und prägend: Sie lernen, sich auf verschiedene Menschen einzustellen, zu überzeugen, mit Ablehnung umzugehen und sich und andere immer wieder für eine Sache zu motivieren, die sie selbst begeistert. Der Zusammenhalt im Team spielt eine große Rolle. Gleichzeitig gibt der Job Einblicke in die humanitäre Hilfe und Arbeit einer weltweit agierenden Organisation.  

    Welche Hygienemaßnahmen gibt es zum Schutz vor Covid-19?

    Ärzte ohne Grenzen trägt als medizinische Nothilfeorganisation besondere Verantwortung bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Der Schutz unserer Mitarbeitenden und der Bevölkerung steht für unsere Organisation an erster Stelle. 

    All unsere Face-to-Face-Fundraising-Aktivitäten unterliegen daher strengen Hygiene- und Verhaltensrichtlinien, über die wir unsere Mitarbeitenden und Workshop-Teilnehmer*innen von Beginn an unterrichten. Dazu zählen unter anderem Hygienemaßnahmen für alle Fundraiser*innen, Richtlinien zum Verhalten am Stand und im Kampagnenfahrzeug (wie Mindestabstand und Desinfektion der Arbeitsmittel) sowie das Verwenden von Schutz- und Hygieneartikeln (etwa Mund-Nasen-Bedeckung).  

  • Alles zur Städtekampagne

    Was ist die Städtekampagne?  

    Unsere Städtekampagne findet in Berlin, Hamburg und im Großraum Köln statt. Du solltest hier auch wohnen und erfahrungsgemäß höchstens eine Stunde Anfahrtszeit zu unserem Büro haben. An mehreren ganzen Tagen in der Woche (Montag-Samstag) informierst du Interessierte am Stand oder der Haustür über unsere Arbeit und gewinnst neue Dauerspender*innen. Unsere Teams sind bunt gemischt: Schüler*innen und Student*innen, die einen Nebenjob suchen, engagieren sich ebenso für uns wie Freiberufler*innen und Rentner*innen. Auch das Alter variiert dementsprechend. Unsere Fundraiser*innen sind aktuell zwischen 16 und 73 Jahre alt.

    Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? 

    Du triffst dich vor jedem Einsatz mit deinem Team in unseren Büros in Berlin-Mitte, Hamburg-Altona beziehungsweise in Köln-Mühlheim. Das Team besteht aus zwei bis vier Fundraiser*innen pro Schicht. Gemeinsam stimmt ihr euch auf den Einsatz ein, klärt Fragen und fahrt mit unserem Kampagnenfahrzeug und dem Equipment zum jeweiligen Standplatz bzw. Einsatzgebiet, das in deiner Stadt oder der Umgebung liegt. Von der Fußgängerzone bis zum Fachkongress, von der Haustür bis hin zum Bio-Markt ist alles dabei.  

    Am Standplatz angekommen, baut ihr den Stand mit den Informationsmaterialien auf und legt los: Ihr sprecht aktiv Interessierte an, informiert sie über unsere Projekte und gewinnt Dauerspender*innen. Am Abend baut ihr den Stand wieder gemeinsam ab und bringt alles zurück zum Büro. Wenn Ihr nicht am Stand arbeitet, sondern Haustürwerbung macht, erhaltet ihr einen Rucksack mit all eurem Material für den Tag. Die Arbeitszeit beträgt – egal, ob am Stand oder der Haustür – in der Regel sieben Stunden plus eine Stunde Pause.

    Wie viele Stunden kann ich wöchentlich arbeiten? 

    Dein Arbeitsvertrag sieht eine regelmäßige monatliche Arbeitszeit von mindestens 60 Stunden vor. Um diese zu erfüllen, solltest du mindestens zwei ganze Einsatztage pro Woche (Montag bis Samstag) arbeiten, gerne auch mehr. Alle Absprachen über deine konkreten Arbeitstage triffst du mit deiner Regionalleitung. In der Regel kannst du dir die Tage aussuchen, an denen du arbeitest. Im Idealfall hast du mindestens zwei feste Arbeitstage pro Woche, gerne auch mehr.  

    Wie komme ich zum Einsatzort? Werden die Kosten für An- und Abreise erstattet? 

    Vor dem Einsatz treffen sich alle Face-to-Face-Fundraiser*innen bei uns am Regionalbüro in Berlin-Mitte, Hamburg-Altona beziehungsweise Köln-Mühlheim, um die neuesten Informationen zu erhalten und sich auf den Tag einzustimmen. Die Anreise zum Büro organisierst du selbst. Vom Büro aus fahrt ihr in der Regel mit dem Teamwagen und dem Equipment gemeinsam zum Standplatz bzw. dem Einsatzgebiet. Für die Fahrzeit erhaltet ihr eine Aufwandsentschädigung. 

    Ärzte ohne Grenzen beteiligt sich dabei gegen Nachweis mit bis zu 50 Prozent an den Kosten für dein Monats-, Jahresabo oder Semesterticket für den BVG- oder VVB-Ticketbereich AB Berlin, den HVV-Großraumbereich Hamburg beziehungsweise die KVB-Ticketregion 4. Die Kosten für die gemeinsame Weiterfahrt zum Standplatz mit dem Kampagnenfahrtzeug trägt Ärzte ohne Grenzen vollständig. Außerdem stellen wir alle Arbeitsmittel inklusive Arbeitskleidung, Tablet, Standequipment, Arbeitsrucksack und Kampagnenfahrzeug.  

    Wie viel kann ich bei der Städtekampagne verdienen? 

    Wir zahlen dir für deine Mitarbeit von Beginn an bis zu 16 Euro pro Stunde. Deine Vergütungsstufe wird monatlich neu berechnet und ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. 11 Euro pro Stunde sind dir in jedem Falle sicher. Bei langfristiger Mitarbeit erhöht sich dein Grundgehalt. Zusätzlich erhältst du eine jährliche Sonderzahlung zum Jahresende. Wenn du als Teamleiter*in zusätzliche Aufgaben übernimmst, erhältst du zudem ein höheres Gehalt.  

    Nach 9 und nochmal nach 14 Monaten Mitarbeit erhältst du eine Gehaltserhöhung. Darüber hinaus hast du Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Das Gehalt wird am Monatsende überwiesen. Es entstehen keine Kosten für dich. 

    Hier eine Beispielrechnung: Angenommen, du warst als Studentin für neun Tage eingeplant. Dies entspricht in etwa zwei Einsatztagen pro Woche. Einen Tag davon warst du krank. Du erhältst für den Krankheitstag eine Lohnfortzahlung. Neben den acht Einsatztagen sowie einer täglichen Aufwandsentschädigung für die An- und Abreise zum Standplatz gab es in diesem Monat zusätzlich ein zweistündiges vergütetes Training, also beispielsweise einen Teamabend. 

    Szenario A: Du warst in diesem Monat sehr erfolgreich für dich und Ärzte ohne Grenzen und hast dir die höchstmögliche Bezahlstufe erarbeitet. Diese entspricht 16 Euro pro Stunde. Du erhältst für den Monat insgesamt 1.276 Euro brutto, davon werden dir nach Abzügen 1.133 Euro ausgezahlt. 

    Szenario B: Dieser Monat lief nicht so rund und du konntest dir keine Zusatzstufe erarbeiten. Du erhältst deinen sicheren Basislohn von 11 Euro pro Stunde. Dies entspricht insgesamt 916 Euro brutto, davon werden dir nach Abzügen 840,09 Euro ausgezahlt. 

    Gibt es Anrecht auf Urlaub? 

    Ja, du hast Anspruch auf Urlaub. Die Basis für die Berechnung deiner Urlaubstage sind vier Wochen bezahlter Urlaub im Jahr bei einer durchschnittlichen 40-Stunden-Woche. Bei geringerer Arbeitszeit verringert sich entsprechend der Urlaubsanspruch anteilig. Die Höhe für die Vergütung der Urlaubswoche orientiert sich an deinem Durchschnittsverdienst der letzten 3 Monate. Die Urlaubszeiten stimmst du mit deiner Regionalleitung ab. 

  • Alles zur Reisekampagne

    Was ist die Reisekampagne?  

    Ärzte ohne Grenzen organisiert mindestens vier mehrwöchige Reisekampagnen im Jahr. Dafür reisen unsere Teams in verschiedene deutsche Regionen, wo sie je eine Woche lang Interessierte am Stand oder der Haustür ansprechen, informieren und Dauerspender*innen werben. Untergebracht sind unsere Fundraiser*innen dabei gemeinsam in einer Ferienwohnung, in der Regel in Mehrbettzimmern. Mindestens zwei Kampagnen finden während der üblichen vorlesungsfreien Zeit der deutschen Universitäten und Hochschulen statt.   

    Je nach persönlicher Verfügbarkeit kannst du an jeder unserer Reisekampagnen teilnehmen. Wenn du das erste Mal mit uns unterwegs bist, fährst du mindestens zwei Wochen am Stück mit, um dich optimal einzuarbeiten. Nach erfolgreichem Abschluss deiner ersten Reisekampagne laden wir dich zu den nächsten Kampagnen ein. 

    Wo werde ich arbeiten, und wie sehen meine Arbeitszeiten aus? 

    Gemeinsam mit deinen Teamkolleg*innen reist du wöchentlich in eine neue Region und wohnst mit ihnen in einer von uns angemieteten Ferienwohnung. Damit alle mit ähnlichen Voraussetzungen starten, setzen wir dich nicht in deiner Heimatstadt ein oder in der Stadt, in der du momentan lebst.  

    Von Montag bis Samstag arbeitest du jeweils von 10 bis 20 Uhr inklusive zwei Stunden Pause. Diese teilst du dir in Absprache mit den anderen Fundraiser*innen in deinem Team selbst ein. Der Sonntag ist An-, Ab- und Weiterreisetag. 

    Du erfährst von uns circa eine Woche vor Kampagnenstart, in welcher Region du arbeitest. Zusätzlich erhältst du die Kontaktdaten deiner Teammitglieder und Informationen zur Anreise. 

    Wie viel kann ich bei der Reisekampagne verdienen? 

    Wir zahlen dir für deine Mitarbeit von Beginn an bis zu 16 Euro pro Stunde. Dies ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. 11 Euro pro Stunde sind dir in jedem Falle sicher. Bei langfristiger Mitarbeit erhöht sich dein Grundgehalt. Zusätzlich erhältst du eine jährliche Sonderzahlung zum Jahresende. Wenn du als Teamleiter*in zusätzliche Aufgaben übernimmst, erhältst du zudem ein höheres Gehalt.  

    Bei der Reisekampagne erhältst du ein wöchentliches Brutto-Gehalt zwischen 528 Euro und 820 Euro bei einer vertraglichen 48-Stunden-Woche. Wenn du insgesamt mehr als 8 und 12 Wochen mit unserer Reisekampagne unterwegs warst, erhältst du eine Gehaltserhöhung. Darüber hinaus bieten wir eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie eine Verpflegungspauschale von 26,40 Euro netto pro Tag. Die Vergütungsstufe wird wöchentlich neu berechnet und ist unter anderem abhängig von der Anzahl der gewonnenen Spender*innen. Das Gehalt wird am Monatsende überwiesen. Es entstehen keine Extrakosten für dich. 

    Hier eine Beispielrechnung: Angenommen, du warst während der vorlesungsfreien Zeit für drei Wochen unterwegs. Du erarbeitest dir für jede der drei Wochen eine Bezahlstufe zwischen 530 Euro und 820 Euro brutto und damit über drei Wochen ein Bruttogehalt zwischen 1.590 Euro und 2.460 Euro. Daraus ergibt sich nach Abzügen über die drei Wochen ein Nettoverdienst zwischen 1.315,55 Euro. und 1.864,35 Euro. Zusätzlich erhältst du 554,40 Euro (184,80 Euro pro Woche) Verpflegungsmehraufwand steuerfrei auf dein Konto überwiesen. 

    Wie sieht mein Team aus? 

    Die meisten Face-to-Face-Fundraiser*innen bei unseren Reisekampagnen sind Studierende. Der Studierendenstatus ist aber keine Bedingung für eine Einstellung. Es reisen in der Regel zwei Teams von jeweils drei bis vier Fundraiser*innen in eine Region Deutschlands. Du lebst, arbeitest und wohnst mit deinem Team zusammen. Dabei wirst du sowohl mit neuen als auch mit erfahrenen Fundraiser*innen zusammenarbeiten und zudem von der Teamleiter*in unterstützt. 

    Kann ich mit einer Freund*in oder meiner Partner*in einem Team arbeiten? 

    Bei der Teamplanung achten wir darauf, dass sich alle gleichermaßen im Team einfinden und wohlfühlen können. Das erreichen wir am besten dann, wenn wir beispielsweise Pärchen nicht im selben Team arbeiten lassen. Das Team wächst erfahrungsgemäß sehr schnell zusammen und die Face-to-Face-Fundraiser*innen sind sich bereits nach wenigen Kampagnentagen vertraut. 

    Wie komme ich von einem Einsatzort zum nächsten? 

    Die Anreise von deinem Wohnort zum ersten Einsatzort erfolgt meist mit der Bahn. Die dafür anfallenden Reisekosten tragen wir komplett. Für den Kampagnenzeitraum stellen wir zudem jedem Team ein Kampagnenfahrzeug zur Verfügung. Die Kosten für die Miete, die Versicherung und das Benzin übernehmen wir ebenfalls. Es fallen also keine Extrakosten für dich an. Außerdem erhältst du eine wöchentliche Verpflegungspauschale von 184,80€. 

    Wie viel Freizeit habe ich während der Kampagne? 

    Generell arbeiten wir sonntags nicht, es gibt also etwas freie Zeit. Jedoch wechseln wir dann auch den Einsatzort, sodass Aufgaben wie Packen, Aufräumen, Weiterreisen und Auspacken anstehen. Der Job als Face-to-Face-Fundraiser*in ist sehr anstrengend und die Tage sind lang. Daher ist es nicht möglich, nebenher eine Hausarbeit, ein Referat oder eine ausführliche Bewerbung für das nächste Praktikum zu schreiben. 

    Was sollte ich mitnehmen für die Reisekampagne? 

    Da du täglich bis zu zehn Stunden im Freien verbringen wirst (acht Stunden Arbeitszeit plus zwei Stunden Pause), solltest du unbedingt auf jahreszeitlich angemessene Kleidung achten. Für die Winterzeit empfehlen wir dringend lange Unterwäsche, Strumpfhosen und vor allem bequeme, wasser- und kälteabweisende Schuhe. Ärzte ohne Grenzen stellt je nach Jahreszeit Fleece- und Regenjacken beziehungsweise T-Shirts sowie eine Schirmmütze zur Verfügung. Diese dürfen jedoch nur während der Arbeitszeit getragen werden. 

    Da es nicht in jeder Ferienwohnung eine Waschmaschine gibt, solltest du unbedingt genügend Wäsche mitnehmen. Handtücher und Bettwäsche stehen in den Unterkünften zur Verfügung. Für Deine Arbeit als Fundraiser*in stellt Ärzte ohne Grenzen die notwendigen Tablets, das Standequipment und das Kampagnenfahrzeug. Für dich fallen keine Extrakosten an.

  • Alles zur Bewerbung

    Wer kann sich bewerben? 

    Alle, die zwischen 16 und 75 Jahre alt sind, können sich bei uns bewerben. Als internationale Organisation unterstützen wir dabei Vielfalt, Offenheit und gegenseitigen Respekt. Die eingehenden Bewerbungen werten wir nur auf ihre fachliche Qualifikation hin aus, unabhängig von ethnischer und sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher Beeinträchtigung oder Alter. 

    Brauche ich eine bestimmte Ausbildung oder Qualifikation?

    Nein, du brauchst keine bestimmte Ausbildung oder formale Qualifikation für die Arbeit als Fundraiser*in. Für uns arbeiten Student*innen ebenso wie Freiberufler*innen und Rentner*innen. Wichtig sind uns jede Menge Energie, Überzeugungskraft und Spaß an der Arbeit. Außerdem solltest du hinter unserer humanitären Arbeit und den Zielen und Werten unserer Organisation stehen. Du solltest gerne im Team arbeiten, zuverlässig und belastbar sein, da unsere Fundraiser*innen bei Wind und Wetter ganztägig arbeiten. Außerdem bist du kommunikativ, kannst dich schnell auf unterschiedliche Menschen einstellen und sprichst sehr gut Deutsch, mindestens Niveau B2. 

    Wie kann ich mich bewerben? 

    Du kannst dich über unser Bewerbungsformular bewerben. Erzähle uns, wer du bist und warum du bei uns als Fundraiser*in arbeiten möchtest. Kurz nach Eingang deiner Bewerbung melden wir uns bei dir und vereinbaren in der Regel einen Termin für ein telefonisches Kennenlernen. Passt dann alles, laden wir dich im Anschluss zu unserem Workshop ein. Gemeinsam mit anderen Bewerber*innen bekommst du hier eine Schulung zur Face-to-Face-Fundraiser*in. Am Ende des Workshops entscheiden wir mit dir gemeinsam in einem Gespräch über eine Zusammenarbeit.

    Wie sieht der Workshop aus?

    In unserem zweieinhalbtägigen Workshop liefern wir dir alle praktischen Informationen zum Fundraising, umfangreiches Wissen über Ärzte ohne Grenzen und ein kostenloses Kommunikationstraining. Von diesem profitierst du nicht nur während deiner Zeit als Fundraiser*in, sondern auch darüber hinaus. Am Ende des Workshops steht ein Praxistest, bei dem du uns mit deiner Energie und Tatkraft im direkten Dialog mit Interessierten überzeugen kannst. Eine Teilnahme am gesamten Workshop ist die Voraussetzung für eine Mitarbeit. Nach dem Workshop senden wir dir eine digitale Teilnahmebescheinigung zu, die du beispielsweise als Anlage für Bewerbungen nutzen kannst.  

    Wir führen unsere Workshops monatlich in Berlin, Hamburg und Köln kostenlos mit eigenen Trainer*innen durch. Der erste Tag wird virtuell per Videokonferenz durchgeführt. Die anderen Tage erfordern deine Anwesenheit am Schulungsort. Die An- und Abreise sowie eventuelle Übernachtungskosten können wir als gemeinnützige Organisation nur anteilig übernehmen. Wenn der Wohnort, von dem du anreist, weiter als 50 Kilometer vom Workshop-Ort entfernt ist, erhältst du eine Pauschale in Höhe von 84,80 Euro, unabhängig von der Entscheidung über eine Anstellung. Außerdem kümmern wir uns während des Workshops um die Verpflegung.

    Wann kann ich nach dem Workshop starten? 

    Wenn du in Berlin, Köln oder Hamburg für unsere Städtekampagne arbeitest, kannst du circa 14 Tage nach deiner Teilnahme am Workshop im Team starten. Bei unserer Reisekampagne kannst du zu unseren Kampagnenzeiträumen mitfahren. In den Wochen vor Kampagnenbeginn finden Workshops statt. In der Regel kannst du 14 Tage später mit uns losfahren. Dabei solltest du mindestens zwei Wochen Zeit haben.  

    Welche Unterlagen muss ich für einen Vertrag einreichen? 

    Vor deinem Arbeitsbeginn erstellen wir deinen Arbeitsvertrag und benötigen dafür die folgenden Unterlagen von dir: 

    • ein einfaches polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als 3 Monate ist. Dieses kannst du kostenpflichtig beim Bürgeramt deiner Stadt beantragen 
    • Steuer-ID 
    • Renten-/Sozialversicherungsnummer 
    • Mitgliedsbestätigung deiner gesetzlichen Krankenkasse 
    • für Student*innen: Immatrikulationsbescheinigung sowie Angaben über die vorlesungsfreie Zeit 
    • gegebenenfalls eine Meldebescheinigung beziehungsweise einen Aufenthaltstitel und eine Arbeitserlaubnis 
    • Kopie deines Führerscheins, falls vorhanden 

    Wir beraten dich gerne individuell und ermitteln gemeinsam, mit welchen steuerlichen Abzügen du rechnen solltest. 

    Bitte nutze die Zeit bis zum Workshop, um die Unterlagen zusammenzutragen. Bei positiver Rückmeldung sendest du diese an unsere Personalabteilung. Für das Führungszeugnis ist es auch möglich, einen Nachweis über den Termin beim Bürgeramt beziehungsweise über die Beantragung einzureichen. Du kannst es dann nach dem Arbeitsbeginn nachreichen, sobald du es erhalten hast.

    Kann ich sowohl für die Städte- als auch für die Reisekampagne arbeiten? 

    Ja, sehr gerne! Bei der Bewerbung solltest du dich jedoch zunächst für eines der beiden Modelle entscheiden. Sobald du eingearbeitet bist und dich bei der Städte- oder Reisekampagne sicher fühlst, kannst du auch bei der jeweils anderen Kampagne mitarbeiten. Auch eine Einarbeitung von Fundraiser*innen für die Städtekampagne auf einer aktuellen Reisekampagne ist sehr gut möglich. 

    Was ist, wenn ich nicht alle beschriebenen Anforderungen erfülle? 

    Wenn du Lust auf den Job hast und glaubst, dass du dafür geeignet bist, bewirb dich gerne trotzdem. Wir finden dann in einem Telefonat gemeinsam heraus, ob der Job zu dir passt. 

    Hast du noch weitere Fragen zur Mitarbeit als Face-to-Face-Fundraiser*in oder zur Bewerbung? Wir freuen uns, von dir zu hören!

    Uta Wanninger, Eva Koddenbrock und Nils Herzberger, Kontaktformular, Telefon: 030 700 130 170

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"Ich hatte anfangs meine Zweifel, ob der Job das Richtige ist, doch dann war ich total positiv überrascht. Am besten ist mein Team: Es gibt Rentner und Jüngere, bei allen sitzt das Herz am rechten Fleck und wir kämpfen für dasselbe. Außerdem lerne ich viel dazu: Spontanität, mich selbst zu reflektieren und den Umgang mit anderen. Am Ende der Tage denke ich oft, dass die meisten Menschen doch cool sind." 

Christina Heim, Teamleiterin Städtekampagne
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"Ich bin seit 2015 im Ruhestand und wollte noch etwas Sinnvolles tun. Ich bin sehr gerne mit Menschen zusammen und liebe diese Arbeit. Es ist spannend, auf der Straße mit ganz unterschiedlichen Leuten zu sprechen. Die Bandbreite ist riesig, die Resonanz toll. Zu 99 Prozent ist das ein beglückender, fruchtbarer und wichtiger Job – und ein großes Geschenk für mich im Ruhestand." 

Felix Thie, Teamleiter Städtekampagne
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"Ärzte ohne Grenzen habe ich in meiner Heimat, im Jemen, kennengelernt. Während der Krieg in meiner Stadt tobte, bekam ich medizinische Hilfe von ihnen, und auch meine Mutter hatte als Ärztin mit ihnen zu tun. Daher weiß ich, wie wichtig ihre Arbeit ist und bin froh, sie jetzt als Fundraiserin zu unterstützen. Mein Traum ist es, bald auch Medizin zu studieren und danach mit Ärzte ohne Grenzen in einen Einsatz zu gehen." 

Nada Abdullah, Reisekampagne
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"Persönlich habe ich wahnsinnig viel gelernt, weil man in viele Situationen hineingeschmissen wird. Der Job ist sehr intensiv, und am Anfang ist es ungewohnt, auch mal auf Ablehnung zu stoßen. Aber wenn man sich daran gewöhnt, damit umzugehen, dann gibt es einem auch abseits der Arbeit sehr viel mehr Selbstbewusstsein. So habe ich viel über Kommunikation gelernt und ein Gespür für Menschen entwickelt."  

Alan Schwitalla, Teamleiter Reisekampagne

Du hast noch Fragen? Wir beantworten sie gern.

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Eva Koddenbrock
Eva Koddenbrock
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Nils Herzberger
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