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Ebola

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Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit, an der bislang 30 bis 90 Prozent der Erkrankten sterben.  

Ärzte ohne Grenzen leistet seit 1995 Hilfe bei der Eindämmung von Ebola-Ausbrüchen in verschiedenen Ländern. So zum Beispiel während der großen Ebola-Epidemie in Westafrika, in der Demokratischen Republik Kongo und jüngst auch in Guinea und Uganda.  

Da das Ebola-Virus hoch ansteckend ist, erfordert die Bekämpfung ein großes Maß an Professionalität und das Einhalten hoher Sicherheitsstandards. So müssen wir z.B. die Patient*innen isolieren und unser Gesundheitspersonal durch eine entsprechende Ausrüstung schützen. Außerdem ist es sehr wichtig die Desinfektionsregeln strengstens zu befolgen. 

Unsere medizinische Hilfe gegen Ebola  

  • Wir versorgen Patient*innen in dezentralen Isolationszentren.  
  • Wir helfen bei der Infektionsprävention und -kontrolle. 
  • Wir haben Zentren für Ebola-Überlebende in betroffenen Ländern eingerichtet. Dort finden die Menschen Zuflucht, da sie oft stigmatisiert und von ihren Gemeinden geächtet werden. 
  • Wir beteiligen uns an der Erforschung eines Ebola-Impfstoffs. 

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In unserem Podcast „Notaufnahme“ berichtet der Tropenmediziner Christian Kleine darüber, wie es ist, gegen eine der tödlichsten Virenerkrankungen der Welt im Einsatz zu sein.

Wissenswertes über Ebola

Wie wird Ebola übertragen?

Das Ebola-Virus  

  • überträgt sich von Mensch zu Mensch durch den direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten und Organen. 
  • kann über Oberflächen, die Infizierte mit dem Ebola-Virus kontaminiert haben, übertragen werden.  
  • ist vor allem für Gesundheitspersonal eine große Gefahr, denn sie arbeiten eng mit infizierten Patient*innen. Die Mitarbeiter*innen in Gesundheitszentren müssen daher immer eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen.  
  • kann zudem durch den direkten Kontakt mit an Ebola Verstorbenen übertragen werden. Daher müssen kulturelle Praktiken  an diese Gefahr angepasst werden, und auch Bestattungsteams müssen persönliche Schutzausrüstungen verwenden. 

Welche Symptome haben Menschen mit Ebola?

Die frühen Ebola-Symptome sind unspezifisch und ähneln einem grippalen Infekt: 

  • Schmerzen im Oberbauch 
  • Übelkeit und Erbrechen 
  • Durchfall 

Im weiteren Ebola-Krankheitsverlauf können nach etwa zehn Tagen auftreten: 

  • Rötung durch Bindehautentzündung 
  • Kopf- und Brustschmerzen 
  • Gelenk- und Muskelschmerzen 
  • Atemnot und Delirium 
  • Störungen des zentralen Nervensystems 
  • innere und äußere Blutungen, die zum Tod führen können 

Wie wird Ebola diagnostiziert?

Aufgrund der unspezifischen Frühsymptome ist die Diagnose von Ebola zunächst schwierig. Besteht bei Patient*innen der Verdacht auf Ebola, sind folgende Maßnahmen angezeigt: 

  • Ein Labortest bestätigt die Diagnose.  
  • Die Patient*innen werden gepflegt und isoliert, um das Infektionsrisiko für Angehörige und Betreuer*innen zu minimieren.  
  • Expert*innen des öffentlichen Gesundheitswesens sollten über den Verdacht der Ebola-Infektion benachrichtigt werden. 

Wie wird Ebola behandelt?

Seit Oktober 2020 sind die Therapeutika Inmazeb® (REGN-EB3) und 2020 Ebanga (mAB114) für die Behandlung von Zaire-Ebola-Infektionen zugelassen. In Ausbrüchen, die durch einen anderen Typus verursacht werden, werden weiterhin zunächst experimentelle Therapieoptionen untersucht bzw. die Krankheit symptomatisch behandelt.  

Die symptomatische Behandlung beinhaltet unterstützende Maßnahmen: 

  • Symptome wie Fieber und Übelkeit lindern Ärzt*innen mit Fieber- und Schmerzmitteln. 
  • Mit Trinklösungen normalisieren sie den Flüssigkeitshaushalt der Patient*innen (Rehydrierung). 
  • Außerdem behandeln sie zusätzliche Krankheiten der Patient*innen wie Malaria oder eine Sepsis. 
  • Das Gesundheitspersonal unterstützt die Patient*innen bei der Ernährung. 
  • Die Patient*innen sollten zudem isoliert werden, um eine Ansteckung bisher nicht infizierter Menschen zu verhindern. 
  • Die von Ebola Betroffenen und ihre Familien sollten psychologisch unterstützt werden. 

Von zentraler Bedeutung ist, die Übertragung des Ebola-Virus zu vermeiden:  

  • Patient*innen werden in speziellen Behandlungszentren betreut, in denen strenge Vorschriften zur Kontrolle der Infektion gelten.  
  • Darüber hinaus ist es wichtig, alle bisher Nichtinfizierten zu finden, zu denen Patient*innen mit Ebola zuvor Kontakt hatten, sowie Leichen sicher zu bestatten.  
  • Expert*innen klären in Gesundheitskampagnen über die Bedrohung auf und versorgen die Einwohner mit Informationen, wie sich diese vor Ebola schützen können und was sie tun sollen, wenn Ebola-Symptome auftreten. 

Gibt es eine Ebola-Impfung?

Gegen den Zaire-Typ von Ebola gibt es zwei Impfstoffe:  

  1. Der Lebendimpfstoff rVSV-ZEBOV (ERVEBO) - er ist u.a. in der EU, in den USA und einigen Ländern Afrikas zugelassen. Die Impfung wird einmalig intramuskulär ab 18 Jahren verabreicht. Die vorläufige geschätzte Impfwirksamkeit beträgt 10 Tage nach der Impfung 97,5 bis 100 %. Die Dauer der Schutzwirkung ist bislang unbekannt. Bei Personen, die trotz Impfung erkrankten, wurde ein in der Regel milderer Krankheitsverlauf beobachtet. Die Impfung kann selbst noch einen gewissen Schutz bieten, wenn Menschen bereits Kontakt mit dem Virus hatten.  

  1. Der 2-Dosen-Kombinationsimpfstoff Ad26.ZEBOV/MVA-BN-Filo – er ist in der EU zugealassen. Bei diesem Impfstoff wird die zweite Dosis ca. acht Wochen nach der ersten verabreicht. Er wirkt ausschließlich präventiv und ist auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zugelassen. Von Ad26.ZEBOV/MVA-BN-Filo erhofft man sich eine länger anhaltende Schutzwirkung. 

Gegen den Sudan-Typ hingegen gibt es derzeit lediglich einen Impfstoffkandidaten und eine antivirale Behandlung, die sich jedoch noch im Versuchsstadium befinden. 

Wie verbreitet ist Ebola?

Ebola ist bisher ausschließlich auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara aufgetreten.  

Zum ersten Mal brach Ebola im Jahr 1976 im Norden des damaligen Zaire aus, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Das Fieber breitete sich damals zunächst in Yambuku aus, 100 km entfernt vom Ebolafluss (Legbala). Die meisten Menschen, die damit in Berührung kamen, starben.  

Seitdem trat die lebensbedrohliche Krankheit in mehreren afrikanischen Ländern auf, wie zum Beispiel im heutigen Südsudan, in Gabun, der Elfenbeinküste, der Republik Kongo, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Uganda.  

Die größten Epidemien ereigneten sich bislang in Westafrika (2014 bis 2016) und der Demokratischen Republik Kongo (2018 bis 2020). 

In welchen Einsatzländern behandelt Ärzte ohne Grenzen Ebola?