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Coronavirus und Covid-19

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Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat weltweit enorme Auswirkungen auf das Leben von Menschen. Gesundheitssysteme und medizinisches Personal geraten an ihre Grenzen, weil Menschen schwer an Covid-19 erkranken. 

Für viele verläuft Covid-19 wie eine milde Atemwegserkrankung, aber die Rate schwerer Verläufe und Komplikationen insbesondere bei Menschen, die Vorerkrankungen haben oder durch ihre Lebensumstände vulnerabel sind, ist höher als bei anderen Coronaviren. Deshalb sind wir in mehr als 40 Ländern weltweit im Einsatz gegen Covid-19. 

Unsere weltweite Hilfe gegen Covid-19 

  • Wir unterstützen Kliniken bei der Behandlung von Covid-19-Patient*innen und halten die medizinische Grundversorgung aufrecht. 
  • Wir kümmern uns um Menschen mit chronischen Erkrankungen, Geflüchtete und Obdachlose, die besonders gefährdet und anfällig für eine Infektion und schwere Krankheitsverläufe sind. 
  • Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte weltweite Verteilung von Medizinprodukten, wie Impfstoffen, Medikamenten oder Diagnostika ein. 

Ein Virus verändert die Welt

In einem Großteil unserer Projekte in weltweit 70 Ländern sind wir gegen das Coronavirus im Einsatz.

Wissenswertes über Covid-19 und das Coronavirus SARS-CoV-2

Was ist das Coronavirus und wie verbreitet sich Covid-19?

Das Coronavirus ist hochansteckend. Die Atemwegserkrankung, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, heißt Covid-19. Das Coronavirus verbreitet sich sowohl über die sogenannte Tröpfcheninfektion als auch über in der Luft schwebende Minitröpfchen (Aerosole).  

Infizierte Menschen tragen Virus-Tröpfchen in Nase und Mund sowie den oberen und unteren Atemwegen, die sich vor allem beim Sprechen, Singen, Niesen oder Husten in der Luft verteilen. Wenn die Virus-Tröpfchen auf die Schleimhäute beispielsweise in Nase und Mund anderer gelangen, können sich diese Menschen mit dem Virus anstecken.  

Vermutlich kann es auch zu einer Übertragung kommen, wenn Viruspartikel über die Hände aufgenommen werden, dann ins Gesicht und dabei in Mund, Nase und Augen gelangen (Schmierinfektion). Die meisten Viren werden aber über Tröpfchen und Aerosole verbreitet. 

Welche Symptome haben Patient*innen mit Covid-19?

Die Symptome variieren je nach Variante des Coronavirus: Die meisten Infizierten weisen, meist innerhalb von fünf bis 14 Tagen nach der Infektion, leichte Beschwerden wie Fieber und trockenen Husten auf, im Fall von Omikron sind die häufigsten Symptome Fieber über 38 Grad Celsius, Husten, Schnupfen Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie ein Kratzen im Hals. 

Menschen erleiden jedoch auch schwerwiegendere Verläufe. Zudem kann es zu schweren Komplikationen kommen, z. B. durch Lungenentzündungen, so dass die betroffenen Patient*innen stationär aufgenommen werden müssen. Mehrwöchige Aufenthalte auf der Intensivstation mit künstlicher Beatmung können die Folge sein. 

Zu den gefährdetsten Patient*innen zählen ältere Menschen, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Behinderungen und solche mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit eines kritischen Verlaufs – im schlimmsten Fall sogar mit Todesfolge – am höchsten.   

Eine Erkrankung mit dem Coronavirus kann Spätfolgen haben, einheitliche Definitionen der Langzeitfolgen werden zurzeit noch diskutiert. Bei schweren Verläufen kann es z.B. organbezogene Langzeitfolgen nach Intensivbehandlungen geben. Gleichzeitig sind dabei auch längerfristige Müdigkeitserscheinungen, Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisprobleme möglich. Letztere werden wiederum aber auch bei milderen Verläufen und auch bei jüngeren Menschen beobachtet. 

Wie wird eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert?

Die Diagnose von Covid-19 erfolgt mittels direktem Erregernachweis durch einen PCR- oder Antigen-Test. 

Beim PCR-Test wird das Virusgenom über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen oder am Wochenende kann die Ergebnismitteilung länger dauern.  In der frühen Phase der Infektion sind Abstriche aus den oberen Atemwegen als Probenmaterial besonders geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche. In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. Der Nachweis des Virusgenoms im Rahmen einer akuten Infektion gelingt auch, wenn das Virus selbst nicht mehr infektiös ist. 

Der Antigen-Test basiert auf dem Nachweis von viralem Protein in respiratorischen Probenmaterialien. Kommerziell verfügbare Antigen-Tests sind je nach Aufbau für den Einsatz vor Ort (Antigen-Schnelltest, sogenannter point of care test (POCT), Einzeltest), als Labortest für die Untersuchung größerer Probenmengen oder als Selbsttest (Anwendung durch Laien) verfügbar. Antigentests können bei Erfüllung definierter Anforderungen dort eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-) Testkapazitäten darstellen, wo in der akuten Phase der Infektion schnell (vor Ort, POCT) eine erste (Vor-)Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden soll. Aufgrund der geringeren Sensitivität und Spezifität von Antigen-Tests ist der Einsatz dieser Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen.  

Welche Behandlung gibt es für Covid-19?

Die meisten Betroffenen haben leichte Symptome und erholen sich ohne spezielle Medikamente. Wichtig sind viel Schlaf, Ruhe und Flüssigkeit. Aktuell werden nur wenige Medikamente direkt zur Bekämpfung des Virus eingesetzt: z.B. Antikörper, die man aus dem Blut Infizierter gewinnt, sowie das Antivirus-Medikament Remdesivir.  

Außerdem werden bei schwerwiegenden Verläufen von Covid-19 andere Substanzen wie Cortison eingesetzt. Oft ist eine stationäre oder gar eine intensivstationäre Behandlung mit spezieller Pflege, einschließlich zusätzlicher Sauerstoffversorgung notwendig. Bei kritischen Verläufen benötigen Patient*innen eine mechanische Beatmung unter Narkose.  

Nach überstandener Infektion kommt es in der Regel zur Immunität. 

Welche Maßnahmen eignen sich zur Eindämmung der Pandemie?

Um die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, ergreifen die Verantwortlichen in den von der Pandemie betroffenen Ländern weitreichende öffentliche Maßnahmen. Dazu zählen:  

  • Masken tragen 

  • Quarantäne 

  • Ausgangssperren  

  • soziale Distanz  

  • gründliches Händewaschen 

Besonders gefährdete Personen werden so geschützt und Gesundheitssysteme entlastet, damit genügend Betten und Personal verfügbar sind.  

In welchem Umfang und in welcher Form solche Maßnahmen angeordnet und von den Menschen umgesetzt werden können, hängt u.a. sehr von den Vorerfahrungen bei der Bekämpfung von Epidemien und den wirtschaftlichen Ressourcen in den einzelnen Ländern ab.  

Oftmals haben Menschen in ressourcenarmen Regionen kaum Chancen, die wichtigsten Regeln umzusetzen, mit denen sie sich vor einer Ansteckung schützen könnten. Beispielsweise fehlen Menschen in Kriegs- und Krisengebieten, Geflüchteten oder marginalisierten Bevölkerungsgruppen oftmals schon die grundlegendsten Möglichkeiten, an sauberes Wasser und Seife zu kommen. Oder sie leben in überfüllten Unterkünften, in denen sie keinen Abstand halten können. Häufig haben sie durch lockdown-ähnliche Maßnahmen erhebliche Probleme, ihr tägliches Einkommen zu verdienen. 

Gibt es eine Impfung gegen das Coronavirus?

Es gibt verschiedene Impfstoffe, die zugelassen wurden und eingesetzt werden, ausführliche Informationen zu den verschiedenen Impfstoffen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes

Für uns ist es entscheidend, dass wirksame Impfstoffe auf der ganzen Welt gerecht verteilt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die mit öffentlichen Mitteln unterstützte Impfstoffentwicklung weltweit allen zugutekommt. Bislang haben entsprechende Initiativen keine Ergebnisse hervorgebracht, was für die Menschen in Ländern des Globalen Südens fatale Folgen hat. Außerdem können in Ländern, in denen sich das Virus – u.a. wegen fehlender Impfungen - ungehindert ausbreiten kann, auch mehr Mutationen entstehen. Weitere Informationen zu unserer Arbeit in diesem Bereich finden Sie hier

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