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Nothilfe-Fonds von Ärzte ohne Grenzen

Wenn unsere Teams einen Noteinsatz starten müssen, ist es wichtig, dass wir frei verfügbare Reserven haben. So können wir in kürzester Zeit weltweit reagieren – bei Kriegen, Naturkatastrophen oder Epidemien. Deshalb laden wir Sie als Stiftung, Unternehmen und Großspender*in ein: Unterstützen Sie unseren flexiblen Nothilfe-Fonds. Melden Sie sich gerne persönlich bei uns!

Der Bedarf an humanitärer Hilfe weltweit steigt

362 Millionen Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nation im Jahr 2024 auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dies entspricht einem von 22 Menschen weltweit – der höchste Anteil seit Jahrzehnten. Gleichzeitig haben humanitäre Organisationen aufgrund der Sicherheitslage vielerorts zunehmend Schwierigkeiten, die benötigte Hilfe zu leisten. Zudem fehlt es an Geld zur Finanzierung der Hilfe. 

Wencke Peterson bei der Verteilung von Hilfsgütern
Wencke Petersen, eine unserer Logistiker*innen während der Hilfsgüterverteilungen in der Türkei

Nach den Erdbeben war ich in der Türkei im Einsatz. Die zerstörten Häuser zu sehen, werde ich nie vergessen. Wir lieferten Material und verteilten Hilfsgüter. Wie schnell Ärzte ohne Grenzen einsatzbereit ist, beeindruckt mich immer wieder.

Leben retten in akuten humanitären Krisen

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Mitarbeiter entladen Hilfsgüter aus einem Flugzeug
Unser Team entlädt Material und Medikamente. Die Lieferung ist für unsere Nothilfe im Vertriebenencamp Rhoe vorgesehen, wo mehr als 70.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben.
© MSF/Philomène Franssen

Mit unserem Nothilfe-Fonds tragen Sie konkret dazu bei, dass unsere medizinischen und logistischen Teams bei akuten humanitären Krisen Leben retten können. Das Budget steht für die allerersten Maßnahmen bei aufkommenden Krisen zur Verfügung – etwa das Losschicken von Erkundungsteams und Hilfslieferungen – sowie für mittelfristige Maßnahmen nach Ausbruch einer Krise. Ebenso kann es sein, dass bereits bestehende Projekte schnell erweitert werden müssen, weil aufgrund akuter Geschehnisse die  

Ärzte ohne Grenzen verfügt über 50 Jahre Erfahrung im Management von medizinischer Hilfe in verschiedenen akuten Krisensituationen. 

 

Was Ihre Unterstützung bewirken kann

  • Dürre in Somalia: rund 1.400 mangelernährte Kinder allein zwischen Januar und April 2023 in Dobhley behandelt

  • Konflikt im Sudan: mehr als 36.000 Behandlungen in Notaufnahmen von April bis September 2023

  • Erdbeben Syrien/Türkei: mehr als 38.000 Hygiene-Sets in der Türkei gespendet sowie 139.000 Hilfsgüter wie Küchenutensilien und Decken in Syrien verteilt

  • Vertreibung in der D. R. Kongo: rund 78.000 Menschen auf der Flucht zwischen Januar und Oktober 2023 gegen Malaria behandelt

  • Masern-Epidemien: 4,1 Millionen Kinder weltweit 2022 gegen Masern geimpft

  • 39,3 Mio. Euro Jahresbudget für den Nothilfe-Fonds 2024 

Ein Mitarbeiter im Lager der Masern-Impfstoffe
Blick in den Kühlraum, in dem Masern-Impfstoffe gelagert werden. Eine effiziente Kühlkette ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Impfstoffe die richtige Temperatur haben und somit wirksam sind.
© Pacom Bagula/MSF
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Ein Kind wird im Abs Krankenhaus im Jemen operiert
Im Bürgerkriegsland Jemen unterstützen wir das Abs Krankenhaus, um den von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern.
© Jinane Saad/MSF

Hilfe bei Kriegen und Kämpfen

Beispielsweise im Sudan leisten unsere Teams Nothilfe, seit im April 2023 schwere Kämpfe ausbrachen. Sie behandeln furchtbare Verwundungen durch Schüsse und Explosionen, auch bei Frauen und Kindern. Im Bürgerkriegsland Jemen operieren wir Verletzte, begleiten Geburten und behandeln mangelernährte Kinder. Auch für Menschen, die vor Gewalt fliehen, leisten wir medizinische Hilfe – zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo, wo knapp sieben Millionen Menschen als Binnenvertriebene leben. Auf ihrer Flucht erkranken sie beispielsweise an Malaria. Auch in den Nachbarländern des Sudan unterstützen wir Hunderttausende, die sich in Camps vor den Kämpfen in Sicherheit gebracht haben. 

Hilfe bei Naturkatastrophen

Gerade nach Erdbeben oder Wirbelstürmen ist es wichtig, schnell zu sein. Nach den Erdbeben in Syrien und der Türkei leisteten wir umfassende Hilfe: von medizinischer Versorgung über Hilfsgüterverteilungen bis zu psychologischer Hilfe und dem Wiederaufbau von Gesundheitseinrichtungen. In Somalia unterstützen wir aufgrund einer jahrelangen Dürrekatastrophe die Bevölkerung. Laut UN waren 2023 mehr als acht Millionen Menschen im Land von dieser verheerenden Krise betroffen. Unsere Notfall-Teams behandelten akut mangelernährte Kinder, sorgten für Trinkwasser und reagierten auf einen Cholera-Ausbruch, der in der Folge der schlechten Wasserversorgung ausbrach. 

Hilfe bei Epidemien

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Ein kleines Mädchen wird gegen Masern geimpft.
Lominda hat soeben ihre Masernimpfung in einer unserer Gesundheitsstationen in der Demokratischen Republik Kongo erhalten. Während dieser Impfkampagne 2022 hat unser Notfallteam mehr als 33 000 Kinder im Alter von 6 bis 59 Monaten gegen Masern geimpft.
© Pacom Bagula/MSF

Bei Ausbrüchen von Krankheiten sind mehrere Maßnahmen wichtig: rasche und groß angelegte Impfungen, das Versorgen und Isolieren der Erkrankten sowie die Einführung von Schutzmaßnahmen und das Informieren der Bevölkerung. In der Demokratischen Republik Kongo und im Tschad kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu verheerenden Masern-Ausbrüchen. Unsere Teams starteten gemeinsam mit den örtlichen Behörden Impfkampagnen und leisteten umfassende Hilfe. 

 

 

Effiziente Logistik lässt uns innerhalb von 24 Stunden reagieren

Ärzte ohne Grenzen wird auch zukünftig bei akuten Krisen schnell reagieren. Dazu haben wir seit vielen Jahren ein Logistiksystem sowie einen Pool von erfahrenen Mitarbei­ter*innen aufgebaut, die bei Krisen umgehend einsatzbereit sind. In unseren Logistikzentren stehen vorgepackte Kisten, sogenannte Emergency Kits, die für bestimmte Notlagen zugeschnitten und bereits zollabgefertigt sind, jederzeit be­reit. Im Falle einer Krise kann Ärzte ohne Grenzen innerhalb von 24 Stunden Hilfsgüter, Medikamente und auch Ausstat­tung wie Fahrzeuge, Computer, Zelte, Stromgeneratoren und Wasseraufbereitungsanlagen ins Katastrophengebiet fliegen. Wir verfügen über eigene Logistikzentren nicht nur in Euro­pa, sondern unter anderem auch in Kenia und Dubai. Zudem evaluieren unsere Krisenteams, welches Material sich schnell und günstig vor Ort beschaffen lässt.

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti am 14.08.2021 leisteten unsere Teams medizinische Nothilfe. Dafür brauchen sie medizinisches Material, Zelte und Ausrüstung zum Aufbau einer Wasser- und Sanitärversorgung. Wie unsere Logistiker*innen in kurzer Zeit 100 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti brachten, erfahren Sie in diesem Video.

 

Flexibel und einsatzbereit dank unseres Nothilfe-Fonds

Das Budget des Nothilfe­-Fonds hält uns flexibel und einsatz­bereit – auch bei akuten Krisen, die kaum in den Medien präsent sind. Vor allem in Kriegs­ und Konfliktgebieten er­möglichen uns Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen die Unabhängigkeit von staatlichen Geld­gebern. Nur dank dieser Unabhängigkeit ist es uns möglich, mit allen Konfliktparteien zu sprechen und von allen als neutraler, unabhängiger Akteur wahrgenommen zu werden.

 

Unabhängige Finanzierung ermöglicht unparteiliche Hilfe 

Damit humanitäre Helfer*innen nicht selbst zum Ziel von An­griffen werden, muss für alle klar sein, dass diese sich neutral verhalten und außerhalb von Konflikten stehen. Dazu müs­sen Hilfsorganisationen mit allen Konfliktparteien Gespräche führen und ihnen erklären, dass ihre Arbeit keine Partei er­greift und allein die Sorge um Notleidende im Fokus hat. Um diesen Fokus und die Unparteilichkeit allerdings glaubhaft zu vertreten, ist es wichtig, dass auch die Finanzierung der Hilfe unabhängig ist – dass keine Gelder von Regierungen stammen, die möglicherweise eigene Interessen in einem Konfliktland verfolgen. Deshalb sind Spenden von Privat­personen, Unternehmen und Stiftungen entscheidend, um in politisch aufgeladenen Kontexten schnell und effektiv Hilfe leisten zu können.

 

Ihre Ansprechpartner*innen

Helfen Sie bei Kriegen, Naturkatastrophen oder Epidemien: Ihre Unterstützung für unseren Nothilfe-­Fonds macht uns stark – für Menschen in Not weltweit. Wenn Sie als Stiftung, Unternehmen oder mit einer Großspende unseren Nothilfe-Fonds unterstützen möchten, melden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail bei uns.

Als Stiftung fördern: Wir sind für Sie da!

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Clara Aparicio
- Stiftungspartnerschaften
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Anja Hunsinger
- Stiftungspartnerschaften

Als Unternehmen spenden: Ich bin für Sie da!

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Mario Puhl Bode
Mario Puhl-Bode
- Firmenspenden und -kooperationen

Mit einer Großspende helfen: Wir sind für Sie da!

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Stefanie Schadow
Stefanie Schadow
- Private Großspenden
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Sophie Schieler, Referentin für private Großspenden
Sophie Schieler
- Private Großspenden

Hinweis: Aufgrund unserer Werte und Prinzipien nehmen wir aus einigen Branchen keine Spenden an. Dazu zählen unter anderem die Waffen- und Rüstungsindustrie, Rohstoffförderung (Erdgas, Erdöl, Gold, Diamanten), Tabakindustrie sowie pharmazeutische Forschung. Dies gilt auch für Stiftungen und Vereine, die den oben genannten Branchen nahestehen oder zuzuordnen sind.

TÜV Zertifikat DZI Spendensiegel Initiative Transparente Zivilgesellschaft