Demokratische Republik Kongo

Dritter Ebola-Fall: Virus erreicht Großstadt

Ebola-Ausbruch in D.R. Kongo: Auch in der Vergangenheit gab es in dem Land immer wieder Fälle der Krankheit, alle waren aber in abgelegenen Regionen zu verzeichnen. (Archivbild)

Der Ebola-Ausbruch in der Provinz Äquator in der D.R. Kongo hält an. Mittlerweile gibt es drei bestätigte Ebola-Fälle. Der jüngste Fall trat in der Hafenstadt Mbandaka auf, in der mehr als eine Million Menschen leben. Damit ist der Ausbruch in eine neue Phase getreten und Ebola könnte sich wieder schneller ausbreiten.

Die anderen beiden bestätigten Fälle traten im Osten des Tumbasees auf. Außerdem werden dort 20 Fälle von hämorrhagischem Fieber gemeldet, die als wahrscheinliche Ebola-Fälle eingestuft werden sowie weitere 20, die als Ebola-Verdachtsfälle gelten.

Ebola in der D.R. Kongo: Hilfe jetzt wie auch in der Vergangenheit

Ärzte ohne Grenzen hat die Hilfe vor Ort bereits erweitert, um den aktuellen Ausbruch von Ebola so schnell wie möglich einzudämmen. Im größten Krankenhaus von Mbandaka und in einer Klinik in Bikoro am Tumbasee wurden Isolationszonen eingerichtet. Außerdem bauen die Teams zwei Ebola-Zentren in Mbandaka und Bikoro auf. In den nächsten Tagen sollen mehrere Tonnen medizinischer Hilfsgüter einschließlich Hygienematerial und Schutzkleidung angeliefert werden.

Unser Landeskoordinator Julien Raickman sagt: "Ärzte ohne Grenzen hat schon in der Vergangenheit mit den kongolesischen Behörden dabei zusammengearbeitet, Ebola-Patienten zu versorgen und Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen."