Ebola in der D.R. Kongo

Dritte Provinz von Ebola-Ausbruch betroffen

Ebola-Fälle nun auch in Süd-Kivu

Seit Ausbruch der Ebola-Epidemie am 1. August 2018 erkrankten Menschen in verschiedenen Teilen der Provinzen Nord-Kivu und Ituri. Nun sind Ebola-Fälle auch aus Süd-Kivu bestätigt worden. Insgesamt haben sich damit mehr als 3.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 2.000 sind daran verstorben. Die Zahl der wöchentlich neu gemeldeten Ebola-Fälle ist nach wie vor konstant hoch.

Das Auftreten von Ebola in der Provinz Süd-Kivu zeigt, dass die Epidemie trotz wirksamer Impfstoffe und vielversprechender Medikamente noch nicht unter Kontrolle ist. Unsere Teams sind in Süd-Kivu in den Städten Bukavu und Tchowe im Einsatz. Weiterhin sind wir in mehreren Projekten in Nord-Kivu und Ituri aktiv. Häufig entlasten Mitarbeiter*innen von Ärzte ohne Grenzen mit ihrer Arbeit das ohnehin strapazierte Gesundheitssystem. Aber auch Aufgaben zur Infektionsprävention und Aufklärung werden von uns übernommen sowie die aktive Behandlung von Ebola-Patient*innen, wie zum Beispiel im Norden der Millionenstadt Goma in Munigi.

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Das Ebola-Behandlungszentrum in Munigi

Kontrolle über die Ebola-Epidemie erlangen

Um den Ebola-Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen, bleibt auch künftig das Vertrauen der Bevölkerung unerlässlich. "Die Bevölkerung wird die Ebola-Maßnahmen nicht unterstützen, wenn ihre grundlegendsten Gesundheitsbedürfnisse, die nicht Ebola betreffen, ignoriert werden“, erklärt Tristan le Lonquer, Notfallkoordinator in Nord-Kivu.

„Wir müssen die lokalen Gemeinschaften in den Mittelpunkt der Intervention stellen, indem wir einige Ebola-Maßnahmen auf die lokalen Gesundheitseinrichtungen dezentralisieren, die den Menschen bekannt sind, und indem wir den allgemeinen Zugang zur Gesundheitsversorgung unterstützen. Alle Organisationen müssen in dieser Richtung zusammenarbeiten, um diesem schrecklichen Ausbruch ein Ende zu setzen", so Tristan le Lonquer weiter. Auch der Aufbau von Vertrauen durch Aufklärung gehört zu den wichtigen Maßnahmen bei der Ebola-Bekämpfung.

Ebola-Aufklärung in Lubero
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28. Juni 2019: Ebola, Masern, Gewalt und Vertreibung bedrohen Hunderttausende

13. Juni 2019: Jahresabschluss 2018: Ärzte ohne Grenzen nimmt mehr als 150 Millionen Euro an Spenden ein. Ebola-Ausbruch in der D.R. Kongo nicht unter Kontrolle