Ärzte ohne Grenzen leistet weltweit Hilfe in der Covid-19-Pandemie

Wie hier im indischen Mumbai sind unsere Teams in vielen Projekten weltweit tagtäglich gegen die Covid-19-Pandemie aktiv. Sie behandeln Patient*innen, leisten Aufklärungsarbeit und unterstützen überlastete Gesundheitssysteme.

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie leben Menschen weltweit wirtschaftlich, sozial und medizinisch in einer Ausnahmesituation. Überall sind Gesundheitssysteme und medizinisches Personal an ihre Belastungsgrenzen geraten. In mehr als 250 Projekten und 63 Ländern weltweit ist Ärzte ohne Grenzen im Einsatz gegen die Pandemie und für die Gesundheit der Menschen.

  • Wir unterstützen Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser bei der Versorgung von Covid-19-Patient*innen.
  • Wir kümmern uns um besonders gefährdete Menschen, für die eine Infektion mit dem Coronavirus ein großes Risiko bedeuten kann.
  • Wir helfen, die allgemeine Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten und medizinische Grundversorgung zu gewährleisten.
  • Wir setzen uns für einen gerechten Zugang zu Impfstoffen ein.

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Einblicke in unsere aktuellen Aktivitäten angesichts der Covid-19-Pandemie

Erfahren Sie mehr über unsere globalen Aktivitäten im Einsatz gegen die Covid-19-Pandemie: Unsere Rechenschaftsberichte geben Einblicke in operative Momentaufnahmen und Herausforderungen bei der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten und dokumentieren unsere Ausgaben.

Medizinische Hilfe und Maßnahmen gegen Covid-19

In den Hunderten von Gebieten, in denen Ärzte ohne Grenzen bereits vor dem Ausbruch der Pandemie tätig war, haben wir unsere Projekte entsprechend des Bedarfs angepasst und Schutzmaßnahmen umgesetzt. In bisher nie dagewesenem Umfang waren wir auch in Europa im Einsatz: Zu Beginn der Pandemie haben wir frühzeitig Krankenhäuser in Italien und Alten- und Pflegeheimen in Spanien unterstützt, Obdachlose und Migrant*innen in Belgien versorgt und in Frankreich mobile Kliniken errichtet, um überlastete Krankenhäuser zu entlasten. 

Wir prüfen kontinuierlich, wo und wie wir helfen können, und passen unsere Hilfe dem Bedarf entsprechend an. Wir helfen zum Beispiel in Indien, dem Südsudan, in Brasilien und in Syrien.

  • Wir setzen medizinisches Personal ein, schicken Hilfsgüter und wenden unsere Erfahrung aus anderen Epidemien wie Ebola, Masern und Cholera an.
  • Wir treffen Maßnahmen zur Infektionskontrolle, führen Covid-Tests und Kontaktverfolgungen durch, richten Isolationsbereiche ein, schulen Mitarbeiter*innen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und klären die Bevölkerung auf.
  • Wir beraten staatliche Einrichtungen und sind im Austausch mit Gesundheitsministerien in den betroffenen Ländern und mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Aus der anfänglichen Notfallreaktion hat sich die globale Gesundheitskrise in vielen Ländern auf der ganzen Welt in ein nachhaltiges Bemühen verwandelt, wiederkehrende Infektionswellen einzudämmen, was die Gesundheitssysteme, die Wirtschaft und das soziale Leben unerbittlich belastet. 

Unsere Forderungen: Bezahlbare Impfstoffe und Medikamente für alle

Weltweit stehen inzwischen verschiedene wirksame Impfstoffe gegen das Coronavirus sowie Testverfahren für die Diagnostik zur Verfügung. An weiteren Impfstoffen und wirksamen Medikamenten gegen Covid-19 forschen Wissenschaftler*innen unter Hochdruck. Für die Erforschung dieser medizinischen Produkte wurden und werden große Summen an öffentlichen Fördermitteln bereitgestellt.

Alle medizinischen Produkte müssen für alle Menschen zugänglich, bezahlbar und verfügbar sein! Das Wichtigste ist die Gesundheit von Menschen weltweit und nicht der Profit von Pharmaunternehmen. Denn auch in der Coronavirus-Pandemie gilt: Die Frage von Leben und Tod darf keine Frage des Geldbeutels oder der Herkunft sein. Erfahren Sie in diesem spannenden Blogbeitrag unserer politischen Referentin Elisabeth Massute mehr zu unseren Forderungen und warum wir Menschen schützen müssen, nicht Profite.

Covid-19 und die aktuellen Herausforderungen für unsere Nothilfe

Unsere bisherige Arbeit in weltweit rund 70 Ländern führen wir parallel zu unserem Einsatz gegen das Coronavirus fort. Dabei stehen unsere Teams vor neuen Herausforderungen:

  • Restriktionen für Reisende: Auch unsere Mitarbeiter*innen sind von den weltweiten Einschränkungen betroffen. Wir tun unser Bestes, um weiterhin Hilfe zu leisten.
  • Lieferengpässe von Medizinprodukten: Wir spüren den weltweiten Druck auf die Produktion einiger medizinischer Güter, insbesondere auf die Herstellung von Schutzausstattung für Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen. Die künftige Versorgung mit elementaren Produkten wie OP-Schutzmasken, Tupfern, Handschuhen und Chemikalien zur Diagnose von Covid-19 bereitet uns Sorge. Der Schutz medizinischen Personals muss überall Priorität haben.
  • Eingeschränkte Produktion von Medikamenten: Lockdowns, eine reduzierte Produktion von Basisprodukten sowie Ausfuhrbeschränkungen oder die Einlagerung von Medikamenten und Materialien zur Behandlung von Covid-19 können zu Engpässen führen. Es besteht die Gefahr, dass auch die Produktion von Generika ins Stocken gerät und die Einfuhr lebenswichtiger Medikamente zur Behandlung anderer Krankheiten erschwert wird.

Beratung für Organisationen, Vereine und staatliche Institutionen in Deutschland

In Deutschland haben wir verschiedene Organisationen und Einrichtungen unterstützt, die mit Obdachlosen, Geflüchteten oder Menschen ohne Krankenversicherung arbeiten. Je nachdem, wie sich die Lage in Deutschland entwickelt, werden unsere Teams bei Bedarf prüfen, ob und wie sie mit medizinischer, logistischer und epidemiologischer Expertise erneut helfen können.

Die Lungenkrankheit Covid-19 und das Coronavirus

Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Covid-19 zur Pandemie. Betroffene Staaten haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Bevölkerung bestmöglich zu schützen und Gesundheitssysteme zu entlasten. Dennoch fehlt es an wirksamen Medikamenten und einem Impfstoff. Lesen Sie mehr über die Krankheit, das Virus und mögliche Schutzmaßnahmen.

Gesundheitstipps aus unserem medizinischen Alltag

Aus dem Umgang mit Epidemien haben wir Erfahrungen zur Infektionsprävention gesammelt. Gesichtsmasken helfen, die Verbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Wie Sie eine wiederverwendbare Gesichtsmaske anlegen, reinigen und wie Sie die Maske richtig verstauen, erfahren Sie in unserer Gebrauchsanleitung unten im Download-Bereich

Tipps, wie Sie mit Angst und Stress umgehen, gibt Ihnen unser Psychologe Raimund Alber hier.

Stand: Mai 2020

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