Coronavirus: Ärzte ohne Grenzen leistet weltweit Hilfe

Ärzte ohne Grenzen unterstützt schon jetzt in mehr als 70 Ländern weltweit Menschen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Zahl der Infektionen steigt in den meisten Ländern noch immer exponentiell an. Kliniken sind überlastet und Gesundheitssysteme zunehmend überfordert. Deshalb sind wir mitten in Europa im Einsatz. Außerdem passen wir auch unsere weltweiten Aktivitäten stetig an.

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Hilfe für die Schwächsten: Ein Einblick in unsere aktuellen Aktivitäten

Medizinische Hilfe und Maßnahmen gegen Covid-19

In bisher nie dagewesenem Umfang helfen wir in europäischen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, der Schweiz, der Ukraine und den Niederlanden. Wir beraten Gesundheitseinrichtungen, Alten- und Pflegeheime und kümmern uns um die Schwächsten in unseren Gesellschaften wie Geflüchtete oder Obdachlose. In den Hunderten von Gebieten, in denen Ärzte ohne Grenzen bereits vor dem Ausbruch der Pandemie tätig war, stellen sich unsere Teams auf eine steigende Zahl an Patient*innen ein und setzen Schutzmaßnahmen um.

  • Wir setzen medizinisches Personal ein, schicken Hilfsgüter und wenden unsere Erfahrung aus anderen Epidemien wie Ebola, Masern und Cholera an.
  • Wir treffen Maßnahmen zur Infektionskontrolle, führen Screenings durch, richten Isolationsbereiche ein, schulen Mitarbeiter*innen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und klären die Bevölkerung auf.
  • Wir beraten staatliche Einrichtungen und sind im Austausch mit Gesundheitsministerien in den betroffenen Ländern und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Sowohl in Europa als auch weltweit prüfen wir kontinuierlich, wo und wie wir helfen können, und passen unsere Hilfe entsprechend an. Wir helfen zum Beispiel in Bangladesch, dem Südsudan, in Brasilien, im Irak und eben in Syrien.

Covid-19 und die aktuellen Herausforderungen für unsere Nothilfe

Unsere bisherige Arbeit in weltweit rund 70 Ländern führen wir parallel zu unserem Einsatz gegen das Coronavirus fort. Dabei stehen unsere Teams vor neuen Herausforderungen:

  • Restriktionen für Reisende: Auch unsere Mitarbeiter*innen sind von den weltweiten Einschränkungen betroffen. Wir tun unser Bestes um weiterhin Hilfe zu leisten.
  • Lieferengpässe von Medizinprodukten: Wir spüren den weltweiten Druck auf die Produktion einiger medizinischer Güter, insbesondere auf die Herstellung von Schutzausstattung für Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen. Die künftige Versorgung mit elementaren Produkten wie OP-Schutzmasken, Tupfern, Handschuhen und Chemikalien zur Diagnose von Covid-19 bereitet uns Sorge. Der Schutz medizinischen Personals muss überall Priorität haben.
  • Eingeschränkte Produktion von Medikamenten: Lockdowns, eine reduzierte Produktion von Basisprodukten sowie Ausfuhrbeschränkungen oder die Einlagerung von Medikamenten und Materialien zur Behandlung von Covid-19 können zu Engpässen führen. Es besteht die Gefahr, dass auch die Produktion von Generika ins Stocken gerät und die Einfuhr lebenswichtiger Medikamente zur Behandlung anderer Krankheiten erschwert wird.

Unsere Forderungen: Bezahlbare Impfstoffe und Medikamente für alle

Weltweit suchen Wissenschaftler*innen unter Hochdruck nach Impfstoffen gegen das Coronavirus und wirksamen Medikamenten gegen Covid-19. Zudem werden verschiedene Testverfahren für die Diagnostik entwickelt. Für die Erforschung dieser medizinischen Produkte wurden große Summen an öffentlichen Fördermitteln bereitgestellt.

Alle medizinischen Produkte müssen für alle Menschen zugänglich, bezahlbar und verfügbar sein! Das Wichtigste ist die Gesundheit von Menschen weltweit und nicht der Profit von Pharmaunternehmen. Denn auch in der Coronavirus-Pandemie gilt: Die Frage von Leben und Tod darf keine Frage des Geldbeutels oder der Herkunft sein. Erfahren Sie mehr zu unseren Forderungen und den Hintergründen und wie sie uns unterstützen können.

Beratung für Organisationen, Vereine und staatliche Institutionen in Deutschland

Der Fokus unserer weltweiten Nothilfe liegt auf den Schwächsten in einer Gesellschaft. In Deutschland zählen dazu aus epidemiologischer Sicht, zum Beispiel Obdachlose, Geflüchtete oder Menschen ohne Krankenversicherung. Deshalb beraten wir Vereine, Organisationen und Wohlfahrtsverbände sowie staatliche Institutionen und Träger, die mit und für diese Menschen arbeiten.

  • Wir helfen mit medizinischer, logistischer oder epidemiologischer Expertise.
  • Wir beraten beim Design von Interventionsmaßnahmen.
  • Wir unterstützen konkret und punktuell mit Personal bei der Implementierung von Maßnahmen.

Schicken Sie uns gerne Ihre Anfrage an COVID19-response(at)berlin.msf.org.

Medizinische Einzelfallhilfe, Beratung und Behandlung können wir jedoch nicht leisten. Ob es in Deutschland weiterer Unterstützung bedarf, evaluieren wir abhängig von den Entwicklungen im Land.

Die Lungenkrankheit Covid-19 und das Coronavirus

Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Covid-19 zur Pandemie. Betroffene Staaten haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Bevölkerung bestmöglich zu schützen und Gesundheitssysteme zu entlasten. Denn noch fehlt es an wirksamen Medikamenten und einem Impfstoff. Lesen Sie mehr über die Krankheit, das Virus und mögliche Schutzmaßnahmen.

Gesundheitstipps aus unserem medizinischen Alltag

Aus dem Umgang mit Epidemien haben wir Erfahrungen zur Infektionsprävention gesammelt. Gesichtsmasken helfen, die Verbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Wie Sie eine wiederverwendbare Gesichtsmaske anlegen, reinigen und wie Sie die Maske richtig verstauen, erfahren Sie in unserer Gebrauchsanleitung unten im Download-Bereich

Tipps, wie Sie mit Angst und Stress umgehen, gibt Ihnen unser Psychologe Raimund Alber hier.
 

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Viren kennen keine Grenzen. Unsere Hilfe auch nicht!