Welt-Aids-Tag 2010

Proteste gegen das Freihandelsabkommen mit der EU: Klauseln zur Datenexklusivität drohen, den Zugang zu kostengünstigen Generika zur Behandlung von HIV/Aids zu erschweren.

Geringe Finanzierungszusagen und teurere Medikamente gefährden die Behandlung von HIV/Aids in ärmeren Ländern. "Der Preis für neuere Medikamente, die wir benötigen, steigt derzeit rapide an, gleichzeitig haben Geldgeber entschieden, sich zurückzuziehen", sagt Dr. Gilles van Cutsem, medizinischer Koordinator bei Ärzte ohne Grenzen. Dabei zeigen aktuelle Untersuchungen von UNAIDS, dass sich die Investitionen in Aids-Programme auszuzahlen beginnen. Die Zahl der Neuinfektionen und Tode sinkt.

In den Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen mit Indien will die Europäische Union Klauseln wie die so genannte Datenexklusivität durchsetzen. Dies würde bedeuten, dass Generika-Produzenten ihre kostengünstigen Medikamente künftig noch schwieriger auf den Markt bringen können. Derzeit stammen jedoch mehr als 80 Prozent der Aids-Medikamente, die mit internationalen Geldern finanziert werden, von Generika-Produzenten aus Indien. Unterstützen Sie daher unsere Kampagne gegen diesen Vorstoß:

Mitmachen: Unterstützen sie unsere Kampagne

Pressemitteilung

Dossier

 

Video