Nepal

Sturzflut in Nepal: Ergebnisse der Erhebung des Hilfsbedarfs durch Ärzte ohne Grenzen

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Die Folgen der Sturzfluten vom 26. August 2026 sind verheerend. Tausende Menschen wurden getötet, viele werden nach wie vor vermisst und viele Tausend weitere haben ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage verloren. 

Teams von Ärzte ohne Grenzen haben in den Bezirken Rasuwa und Nuwakot, den am stärksten von den Sturzfluten betroffenen Teilen Nepals, den Hilfsbedarf erhoben. Sie haben Gespräche mit betroffenen Menschen geführt, Gesundheits- und Hilfseinrichtungen besucht und mit zuständigen Behörden und Institutionen gesprochen, die das Katastrophenmanagement koordinieren.  

Die betroffenen Menschen haben wiederholt gesagt, dass ihre dringendsten Bedürfnisse jetzt im Bereich des Wiederaufbaus und der Rehabilitation liegen: Straßen und Märkte müssen wieder geöffnet, Schulen, Häuser und Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Es ist klar, dass auch jetzt sowie in den kommenden Wochen und Monaten erhebliche und kontinuierliche Hilfsmaßnahmen und finanzielle Mittel für die Menschen in den betroffenen Gemeinden erforderlich sind. 

Als medizinische humanitäre Nothilfeorganisation liegt die Expertise von Ärzte ohne Grenzen in der humanitären Hilfe während akuter Phasen von Krisen und Notlagen. Die Teams haben festgestellt, dass die humanitäre Hilfe vor Ort gut angelaufen ist und koordiniert wird. Die Regierung koordiniert die Hilfsmaßnahmen  mit Gemeinden, Organisationen der Vereinten Nationen und anderen humanitären Organisationen. Damit können die unmittelbaren humanitären Bedürfnisse der Menschen abgedeckt werden. 

Ärzte ohne Grenzen hat daher beschlossen, keine eigenen humanitären Nothilfemaßnahmen einzuleiten, da die Expertise der medizinischen Hilfsorganisation nicht in der Wiederherstellung von Infrastruktur und dem Wiederaufbau liegt, die die Menschen in Nepal jetzt benötigen.  

Wir haben größten Respekt für die Gemeinden, Behörden und alle, die unter schwierigen Bedingungen den Menschen bei der Bewältigung dieser Katastrophe helfen. 

Wir sprechen den Gemeinden, Behörden und allen, die unter schwierigen Bedingungen die Menschen bei der Bewältigung dieser Katastrophe unterstützen, unsere größte Anerkennung und Wertschätzung aus. 

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt den Menschen in Nepal und vor allem jenen, die bei dieser Tragödie Angehörige verloren haben.