Sudan 2006: Im dritten Stadium der Schlafkrankheit kommt es zu schweren Schlafstörungen, Umkehr des Schlaf-Wachrhythmus und zu neurologischen Symptomen. Unbehandelt ist die Krankheit tödlich. © Juan Carlos Tomasi
 
Sudan 2006: Im dritten Stadium der Schlafkrankheit kommt es zu schweren Schlafstörungen, Umkehr des Schlaf-Wachrhythmus und zu neurologischen Symptomen. Unbehandelt ist die Krankheit tödlich.


Schlafkrankheit (westafrikanische)


Die Schlafkrankheit wird durch Parasiten namens Trypanosoma brucei gambiense hervorgerufen und tritt ausschließlich in afrikanischen Ländern auf. Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde in groß angelegten Programmen versucht, die Krankheit auszurotten. Mitte der sechziger Jahre traten nur noch vereinzelte Fälle auf. Doch mit der Unabhängigkeit der betroffenen Länder verloren die westlichen Regierungen das Interesse an der Bekämpfung der Krankheit. Darüber hinaus erschwerten (Bürger-) Kriege und ihre Folgen die Behandlung der Erkrankten sowie die Durchführung von Kontrollprogrammen. Die Krankheit kehrte zurück: Derzeit werden jährlich 20.000 Erkrankungen festgestellt. Es wird geschätzt, dass jährlich 50.000 bis 70.000 Menschen an der Schlafkrankheit erkranken, die unbehandelt in der Regel zum Tode führt.

Parasiten
Schmarotzer: Lebewesen, die teilweise oder vollständig auf Kosten anderer Organismen leben.
Schlafkrankheit
Die Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) wird durch die Tse-Tse-Fliege übertragen und führt ohne Behandlung zum Tod. Im Endstadium schädigen die Parasiten (Trypanosomen) das zentrale Nervensystem, was zu schweren Schlafstörungen, zur Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie zu Verhaltensänderungen und geistiger Verwirrung führt.

 


Fotos: Juan Carlos Tomasi



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