Welt-Aids-Konferenz 2016

MSF

Vom 18. bis 22. Juli findet im südafrikanischen Durban die 21. Welt-Aids-Konferenz statt. Mehr als 1.800 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und der HIV-Community diskutieren über aktuelle Fragen der HIV-Bekämpfung. Insbesondere geht es darum, wie das sogenannte „90-90-90“-Ziel erreicht werden kann, zu dem sich im vergangenen Monat die Vereinten Nationen im Rahmen eines UN High Level Meetings bekannt haben. Es besagt, dass bis 2020

  • 90 Prozent aller Menschen mit HIV ihren HIV-Status kennen
  • 90 Prozent derjenigen mit positivem HIV-Test umgehend eine Therapie mit antiretroviralen Medikamenten bekommen
  • bei 90 Prozent der Patienten in Behandlung das Virus durch eine effektive Therapie erfolgreich eingedämmt wird, so dass die Viruslast im Blut unter dem nachweisbaren Niveau bleibt. 

Bis 2020 Zugang zu Medikamenten für 30 Millionen Menschen

Damit sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 30 Millionen Menschen Zugang zu einer effektiven lebensrettenden HIV-Behandlung bekommen. Bislang erhalten rund 17 Millionen Menschen antiretrovirale Medikamente.

Anlässlich der Welt-Aids-Konferenz fordert Ärzte ohne Grenzen eine deutliche Ausweitung der HIV-Behandlung. Gerade in Ländern, in denen nach wie vor viel zu wenig Menschen eine dringend benötigte HIV-Therapie erhalten, muss viel mehr getan werden – zum Beispiel in Ländern West- und Zentralafrikas, wo nur rund ein Viertel der Menschen mit HIV Zugang zu einer Behandlung hat.

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