Vorstand & Aufsichtsrat

Die deutsche Sektion von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen wurde 1993 als gemeinnütziger Verein gegründet, deren höchstes Organ die Mitgliederversammlung ist. Diese tagt einmal jährlich. Sie wählt und entlastet den Vorstand, nimmt den Jahresbericht des Vorstands entgegen und kann zudem Änderungen der Vereinssatzung beschließen. Die Mitgliederversammlung besteht aus 652 ordentlichen Mitgliedern (Stand 31.12.2019). Bis Mai 2019 zählte der Verein zudem 7.250 Fördermitglieder ohne Antrags- und Stimmrecht. Diese Art der Vereinsmitgliedschaft wurde bei der Mitgliederversammlung im Mai 2019 abgeschafft. Die bisherigen Fördermitglieder verloren somit ihren Mitgliedsstatus.

Der Vorstand tagt mindestens sechsmal pro Jahr. Er ist für die strategische Ausrichtung des Vereins und die Umsetzung der Satzung von Ärzte ohne Grenzen zuständig. Der Vorstand nimmt das Jahresbudget an, erstellt den Jahresbericht und entscheidet über die Aufnahme und den Ausschluss von Vereinsmitgliedern. Zur Koordination und Steuerung der laufenden Geschäfte bestellt er eine hauptamtliche Geschäftsführung. Diese stellt gemeinsam mit den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern die Jahresplanung inklusive Budget und Personalplanung auf, setzt diese um und berichtet regelmäßig an den Vorstand.

Die Mitgliederversammlung wählt auch den Aufsichtsrat, der der besseren Kontrolle des Vorstands und einer klaren Trennung von Leitung und Aufsicht dient.

Vorstand

Aufsichtsrat

  • Rudolf Krämmer
  • Ursula Matthiessen-Kreuder
  • Dr. med. Stefan Krieger 

Deutscher Vorstand in Gremien des internationalen Netzwerks

  • Ärzte ohne Grenzen ist heute ein weltweites Netzwerk aus 25 nationalen und regionalen Mitgliedsverbänden. Diese sind durch eine gemeinsame Charta verbunden. Das höchste Organ des Netzwerkes ist die Internationale Generalversammlung (International General Assembly, IGA). Sie besteht aus je zwei Vertretern der 25 Mitgliedsverbände und der Movement-Wide Association sowie dem internationalen Präsidenten Christos Christou und tagt einmal jährlich. Der Vorstand der deutschen Sektion ist mit zwei stimmberechtigen Mitgliedern in der IGA vertreten. Die IGA legt die Vision und die übergeordnete Strategie von Ärzte ohne Grenzen fest. Zudem stellt sie sicher, dass die Grundwerte der Organisation bewahrt werden. Dabei sind die Beschlüsse der IGA für die Mitgliedsverbände weitgehend verbindlich.
  • Die deutsche Sektion ist auch Teil des operationalen Zentrums Amsterdam (OCA). Es ist eines von fünf operationalen Zentren, in denen die Sektionen des internationalen Netzwerkes zusammenarbeiten. Das OCA wird durch die deutsche, britische und niederländische Sektion gebildet. Die kanadischen und schwedischen Sektionen haben einen beratenden Status inne. Als Beobachter gehört der Mitgliedsverband Südasien dazu. Höchstes Gremium des OCA ist das OCA-Council, der für strategische Fragen, die Qualität der Hilfsprojekte und das Risikomanagement zuständig ist. Der deutsche Vorstand entsendet zwei stimmberechtigte Mitglieder in das OCA-Council.
  • Die deutsche Sektion ist über das OCA hinaus Partner des Operationalen Zentrums Genf (OCG) und entsendet zwei stimmberechtigte Vertreter*innnen des Vorstands in dessen höchstes Organ, den OCG-Congress. Zudem beteiligt sie sich auch an Projekten von anderen operationalen Zentren, indem sie dieses finanziell und personell unterstützt.