Äthiopien

„Ein See mit halb überfluteten Hütten“ – Südsudanesische Flüchtlinge im Lager Lietchuor

MSF

Zehntausende Südsudanesen suchen wegen des anhaltenden Konflikts in ihrer Heimat Schutz im benachbarten Äthiopien, 36.000 von ihnen auch im Flüchtlingslager Lietchour. Das Camp gleicht, seit es durch schwere Regenfälle im Sommer überschwemmt wurde, allerdings einem See – die ohnehin prekäre Lage der Menschen ist noch schlimmer geworden. Leider haben die lokalen Behörden und die Vereinten Nationen beschlossen, das Flüchtlingslager zu schließen, ohne eine angemessene Alternative aufzuzeigen. Weil Ausweichmöglichkeiten fehlen, bleiben zahlreiche Menschen in dem überschwemmten Lager zurück.

Unsere Teams setzen ihre Arbeit daher auch während der Regenzeit fort. Indem sie unser Behandlungszentrum baulich anhoben, bleiben unsere Patienten im Trockenen. Der Regen und die dürftigen Hygienebedingungen stellen aber weiterhin ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für die Flüchtlinge dar.