Vernachlässigte Krankheiten

Mobile Teams von Ärzte ohne Grenzen testen die Bevölkerung in Bili in der Demorkatischen Republik Kongo auf die Schlafkrankheit.

Zu den vernachlässigten Krankheiten gehören Buruli Ulcer, Malaria oder die Afrikanische Schlafkrankheit, in deren Erforschung nur unzureichend investiert wird. Die Folgen dieser Vernachlässigung sind fehlende oder mangelhafte Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Grund dafür ist, dass diese Krankheiten hauptsächlich Menschen in ärmeren Ländern betreffen. Da diese Menschen nicht über ausreichend Kaufkraft verfügen, um sich teure Behandlungen zu leisten, sehen die Pharmaunternehmen dort keinen profitablen Markt, um Medikamente gegen die entsprechenden Krankheiten verkaufen zu können.

Das heutige Patentsystem funktioniert so, dass für Forschung und Entwicklung immer nur da wirksame Anreize bestehen, wo sich die Produkte am Ende sehr teuer verkaufen lassen. Krankheiten können unterschiedlich stark vernachlässigt sein. Für einige Krankheiten - insbesondere jene, die auch in reicheren Ländern vorkommen, wie z.B. HIV/Aids, Malaria, Tuberkulose, Dengue Fieber - gibt es zumindest ein gewisses Maß an Forschung und Entwicklung (F&E). In andere Krankheiten, die fast ausschließlich die ärmsten Länder betreffen, wie z.B. die Schlafkrankheit, Buruli Ulcer oder Chagas, werden dagegen fast keine Ressourcen investiert.

Hier finden Sie Dokumente und Hintergrundinformationen zu weiteren vernachlässigten Krankheiten wie der Schlafkrankheit, Chagas oder Leishmaniose.
 

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