Vernachlässigte Krankheiten

Mobile Teams von Ärzte ohne Grenzen testen die Bevölkerung in Bili in der Demorkatischen Republik Kongo auf die Schlafkrankheit.

Zu den vernachlässigten Krankheiten gehören Buruli Ulcer, Malaria oder die Afrikanische Schlafkrankheit, in deren Erforschung nur unzureichend investiert wird. Die Folgen dieser Vernachlässigung sind fehlende oder mangelhafte Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Grund dafür ist, dass diese Krankheiten hauptsächlich Menschen in ärmeren Ländern betreffen. Da diese Menschen nicht über ausreichend Kaufkraft verfügen, um sich teure Behandlungen zu leisten, sehen die Pharmaunternehmen dort keinen profitablen Markt, um Medikamente gegen die entsprechenden Krankheiten verkaufen zu können.

Das heutige Patentsystem funktioniert so, dass für Forschung und Entwicklung immer nur da wirksame  Anreize bestehen, wo sich die Produkte am Ende sehr teuer verkaufen lassen. Krankheiten können unterschiedlich stark vernachlässigt sein. Für einige Krankheiten - insbesondere jene, die auch in reicheren Ländern vorkommen, wie z.B. HIV/Aids, Malaria, Tuberkulose, Dengue Fieber - gibt es zumindest ein gewisses Maß an Forschung und  Entwicklung (F&E). In andere Krankheiten, die fast ausschließlich die ärmsten Länder betreffen, wie z.B. die Schlafkrankheit, Buruli Ulcer oder Chagas, werden dagegen fast keine Ressourcen investiert.

Hier finden Sie Dokumente und Hintergrundinformationen zu weiteren vernachlässigten Krankheiten wie der Schlafkrankheit, Chagas oder Leishmaniose.
 

Publikationen zu Zugang zu Medikamenten

11. September 2006

Hintergrundpapier: Forschung und Entwicklung für vernachlässigte Krankheiten. Wege aus der Krise (2006)

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Der Mangel an geeigneten und erschwinglichen Diagnostika, Medikamenten und Impfstoffen für vernachlässigte Krankheiten ist schockierend. Es bedarf politischer Initiative aller Staaten, um der Forschung und Entwicklung für die globale Gesundheit eine größere Priorität zu geben und deren langfristige Finanzierung zu sichern.

03. September 2006

Report: Human African Trypanosomiasis: Facing the challenges caused by neglect - The need for new treatment and diagnostics

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This document provides an overview of the current issues surrounding the control of human African
trypanosomiasis (HAT), better known as sleeping sickness, caused by the parasite Trypanosoma brucei gambiense. It is meant for both medical and non-medical readers, and presents overall global trends as well as MSF's perspective on the current situation.

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