Vernachlässigte Krankheiten

Zu den vernachlässigten Krankheiten gehören Buruli Ulcer, Malaria oder die Afrikanische Schlafkrankheit, in deren Erforschung nur unzureichend investiert wird. Die Folgen dieser Vernachlässigung sind fehlende oder mangelhafte Präventions-, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Grund dafür ist, dass diese Krankheiten hauptsächlich Menschen in ärmeren Ländern betreffen. Da diese Menschen nicht über ausreichend Kaufkraft verfügen, um sich teure Behandlungen zu leisten, sehen die Pharmaunternehmen dort keinen profitablen Markt, um Medikamente gegen die entsprechenden Krankheiten verkaufen zu können.

Das heutige Patentsystem funktioniert so, dass für Forschung und Entwicklung immer nur da wirksame  Anreize bestehen, wo sich die Produkte am Ende sehr teuer verkaufen lassen. Krankheiten können unterschiedlich  stark vernachlässigt sein. Für einige Krankheiten – insbesondere jene, die auch in reicheren Ländern vorkommen, wie z.B. HIV/Aids, Malaria, Tuberkulose, Dengue Fieber - gibt es zumindest ein gewisses Maß an Forschung und  Entwicklung (F&E). In andere Krankheiten, die fast ausschließlich die ärmsten Länder betreffen, wie z.B. die Schlafkrankheit, Buruli Ulcer oder Chagas, werden dagegen fast keine Ressourcen investiert.

Hier finden Sie Dokumente und Hintergrundinformationen zu weiteren vernachlässigten Krankheiten wie der Schlafkrankheit, Chagas oder Leishmaniose.
 

Publikationen zu Zugang zu Medikamenten

15. April 2015

Gesundheitsforschung für vernachlässigte Krankheiten – eine globale Aufgabe

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Fakten, Zahlen und Forderungen rund um das Thema vernachlässigte Krankheiten.

01. Januar 2015

Snakebite: How a Public Health Emergency Slithered Under the Radar

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Schlangenbisse sind ein unterschätztes Gesundheitsrisiko: Jährlich werden weltweit etwa fünf Millionen Menschen von Giftschlangen gebissen. Rund 100.000 Menschen sterben daran und weitere 400.000 bleiben dauerhaft beeinträchtigt. Die meisten Betroffenen leben in abgelegenen ländlichen Gegenden. Da das Pharmaunternehmen Sanofi die Produktion eines wirksamen Antiserums eingestellt hat, wird sich die Situation in den kommenden Jahren verschlimmern.

03. April 2012

Report: Fighting Neglect

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Pressemitteilungen zu Zugang zu Medikamenten

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