Mazedonien/Griechenland

Ärzte ohne Grenzen behandelt durch Blendgranaten Verletzte an griechischer Grenze

Flüchtlinge warten am Freitag an der griechisch-mazedonischen Grenze. Ärzte ohne Grenzen ist mit einer mobilen Klinik im Einsatz.

Ein medizinisches Team von Ärzte ohne Grenzen hat am Freitagmorgen in Idomeni auf der griechischen Seite der Grenzen zu Mazedonien zehn Flüchtlinge behandelt, die durch Blendgranaten der mazedonischen Einheiten verletzt wurden. Vier Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Schon nach der Abriegelung der Grenze durch Mazedonien am Donnerstag hat das Team mehr als 100 Flüchtlinge wegen Erkrankungen und Erschöpfung behandelt, so viele wie noch nie seit dem Start der mobilen Klinik im April diesen Jahres. Drei Patienten wurden an das Krankenhaus in Idomeni überwiesen: Ein Kleinkind aus Syrien, das vor einigen Monaten am Kopf operiert worden war, eine Schwangere mit starken Schmerzen und Blutungen sowie ein 24-Jähriger mit Verletzungen, der berichtete, er sei von der mazedonischen Polizei geschlagen worden. Vier Patienten waren wegen Erschöpfung, Hunger und der Hitze bewußtlos geworden. Das Team verteilte auch Hilfsgüter an die Geflüchteten.

Derzeit halten sich mehr als 3.000 Flüchtlinge in Griechenland an der Grenze zu Mazedonien auf und werden an der Weiterreise gehindert.