Unsere Hilfe in Nicaragua

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen nahm 2018 die Hilfe in Nicaragua wieder auf: Die Teams boten denjenigen Menschen psychologische Hilfe an, die von gewaltsamen Unruhen betroffen waren.

Die Hilfe in Nicaragua im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen begann im Juni 2018 psychologische Hilfe in Nicaragua anzubieten. Davon profitierten 698 Personen, die vor allem unter Angststörungen, Anpassungsstörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen nach direkt oder indirekt erfahrener Gewalt litten. Wir führten im Jahr 2018 insgesamt 1.080 Erst- und Folgegespräche mit Einzelpersonen und 76 Gruppengespräche in der Hauptstadt Managua sowie in Masaya, Jinotepe, León, Jinotega und Matagalpa durch. Zusätzlich boten wir im Rahmen unserer Hilfe in Nicaragua den Gemeindeführern und Erziehern Basistrainings in psychologischer Hilfe, psychologischer Nothilfe und Selbstfürsorge an. Die Teams befähigten sie so, andere Personen in Krisensituationen zu unterstützen und die eigenen körperlichen und psychischen Symptome zu regulieren. Wir trainierten 559 Psychologinnen und Psychologen sowie Gesundheitsfachkräfte darin, ein Trauma zu erkennen sowie die Anzeichen und Symptome von Gewalt und traumatischem Leid zu erkennen. Diese Hilfe in Nicaragua befähigte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, besser eine Diagnose zu stellen und die Gewaltopfer zu versorgen. Zahlen des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR zufolge hatten zum Jahresende 2018 insgesamt 18.632 Nicaraguaner in Costa Rica Asyl beantragt. Wir weiteten daher im Rahmen unserer Hilfe in Nicaragua die Trainings auf das Nachbarland aus, um die Geflüchteten besser mit psychologischer Hilfe zu unterstützen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1999 Hilfe in Nicaragua an.