Unsere Hilfe in Nicaragua

Schon seit 1972 unterstützen wir Menschen in Nicaragua nach gewaltsamen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen. Diese Familie hat durch einen Sturm und Überflutungen ihr Zuhause verloren (Archivbild).

Unsere Aktivitäten im Überblick:

  • 2.870 psychologische Einzelgespräche
  • 50 psychologische Gruppengespräche

2019 kam es immer wieder zu bewaffneten Ausschreitungen und Festnahmen. Wir boten den Überlebenden und ihren Familien medizinische und psychologische Hilfe an. Viele litten unter Depressionen, Ängsten oder dem posttraumatischen Stresssyndrom.  Zudem boten wir fachmedizinische Hilfe an, wie Physiotherapie, Neurologie und Behandlungen infolge sexueller Gewalt. Wir bauten diese Aktivitäten in der Hauptstadt Managua sowie in Masaya, Jinotepe, León, Estelí, Jinotega und Matagalpa aus.

Bis September behandelten wir auch nicaraguanische Patient*innen, die vergeblich versucht hatten, jenseits der Grenze in Costa Rica Asyl zu beantragen. Wir boten ihnen medizinische und psychologische Hilfe an und überwiesen sie an Fachkliniken. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats hat Costa Rica seit 2018 mehr als 68.000 Nicaraguaner*innen aufgenommen. 82.000 Menschen hatten versucht, das Land zu verlassen.

In beiden Ländern boten wir Schulungen zu psychologischer Hilfe, psychologischer Erster Hilfe und Selbsthilfe an.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1972 Hilfe in Nicaragua an.