Unsere Hilfe in Nauru

Unsere Mitarbeiter informieren über unsere Hilfsangebote für Asylbewerber und Migranten in Nauru.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Oktober 2018 musste Ärzte ohne Grenzen, auf Druck Australiens, die wichtige psychosoziale Hilfe einstellen. Die Teams hatten im November 2017 die Arbeit in Nauru aufgenommen und dort kostenlos psychologische und psychiatrische Hilfe für Geflüchtete angeboten.

Die Hilfe in Nauru im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen bot erstmals psychologische Hilfe in Nauru für die einheimische Bevölkerung und für die Asylbewerber und Migranten an, die auf der Insel lebten. Es gehört zur australischen Regierungspolitik, die Geflüchteten vor der Küste des Festlandes abzufangen und unterzubringen. Ärzte ohne Grenzen leistete diese Hilfe in Nauru in einer unabhängigen Klinik, im öffentlichen Krankenhaus und durch Hausbesuche. Zudem soll künftig das Personal der Gesundheitsbehörden geschult werden, damit es psychologische und psychiatrische Störungen erkennen und behandeln kann. Das Team wird diese Aktivitäten auf der Insel aktiv anbieten, über psychologische Hilfe aufklären und so das Stigma verringern, das mit psychologischer Hilfe verbunden ist.
  • Diese Hilfe in Nauru wurde nach zahlreichen Besuchen in einem Zeitraum von zwei Jahren gestartet. Ärzte ohne Grenzen stellte dabei Engpässe in der psychologischen Unterstützung für die einheimische Bevölkerung, die Geflüchteten und Asylbewerber fest. Der Vorvertrag mit dem naurischen Gesundheitsministerium wurde im Juni 2017 unterzeichnet. Während der Erkundungsreisen fand das Team heraus, dass der Bedarf an psychologischer Hilfe in Nauru beträchtlich war und es kaum Kapazitäten auf der Insel gab, um Schizophrenie, Gewalt in der Familie oder Depressionen bei Kindern zu behandeln.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2017 Hilfe in Nauru an.