Unsere Hilfe in Georgien

Goderdzi Rajabishvili erholt sich von der morgendlichen Behandlung gegen multiresistente Tuberkulose in der Hauptstadt Tbilisi. Unsere Hilfe in Georgien konzentriert sich auf diese schwierige Behandlung von multiresistenter Tuberkulose.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte im Jahr 2017 die Hilfe in Georgien auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenter Tuberkulose. Die Erkrankung stellt ein beträchtliches Gesundheitsproblem in Georgien dar.

Unsere Hilfe in Georgien im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen leistete im Jahr 2017 medizinische Hilfe in Georgien, da das Land viele resistente Tuberkulosefälle aufweist. Diese wiederum erschweren eine effektive Kontrolle von Tuberkulose (TB) im Land. Im Vorjahr hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geschätzt, dass sich 92 Personen von 100.000 Bewohnern Georgiens neu mit Tuberkulose angesteckt hatten und 460 Patientinnen und Patienten eine Behandlung gegen multiresistente Tuberkulose benötigten. Von den 2016 bestätigten Tuberkulosefällen wiesen 11 Prozent der neu diagnostizierten Personen und 31 der bereits zuvor diagnostizierten Personen eine multiresistente Tuberkuloseform auf.
  • Seit 2014 hat Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Georgien darauf konzentriert, neue Arzneimittel für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit multiresistenter Tuberkulose einzuführen. Diese Bemühungen liefen im Rahmen des Stop-TB-Programms, das sich zum Ziel gesetzt hat, kürzere, weniger giftige und effektivere Behandlungen für multiresistente Tuberkuloseformen zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Seit April 2015 haben Ärzte ohne Grenzen und die Gesundheitsbehörden – als Teil einer Beobachtungsstudie – die Patienten mit den Medikamenten Delamanid und Bedaquilin behandelt. Dabei handelt es sich um die beiden ersten neuen TB-Arzneimittel, die seit 50 Jahren entwickelt wurden. In den ersten vier Monaten 2017 begannen 44 neue Patienten eine Therapie gegen multiresistente Tuberkulose. Sie erhielten einen der beiden neuen Wirkstoffe, kombiniert mit anderen TB-Medikamenten. Bis zum Jahresende wurden insgesamt 100 Patientinnen und Patienten auf diese Weise behandelt. Die Hilfe in Georgien umfasste auch, dass eine klinische Studie im Rahmen des Stop-TB-Programms durchgeführt wurde. Ihr Ziel ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit verschiedener Behandlungen von multiresistenter Tuberkulose mit Delamanid und Bedaquilin zu vergleichen. Der erste Patient wurde im Februar 2017 in diese Studie aufgenommen.
  • In Abchasien unterstützte Ärzte ohne Grenzen im Oktober 2017 die Einführung neuer Behandlungsformen für multiresistente Tuberkulose durch Training und die Lieferung von Medikamenten. Die Teams ermöglichten zudem im Rahmen der Hilfe in Georgien den Transport von TB-Sputum-Proben ins nationale Referenzlabor nach Tiflis.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1987 Hilfe in Frankreich an.

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