Unsere Hilfe in Bosnien-Herzegowina

Bewohner eines Zeltlagers von Asylsuchenden waschen sich mit in Flaschen abgefülltem Wasser. Beschränkter Zugang zu fließendem Wasser gehört zu den Widrigkeiten des Alltags Asylsuchender in Bihać and Velika Kladusa, die wir mit unserer Hilfe in Bosnien-Herzegowina lindern wollen.

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Bosnien-Herzegowina fort, da Tausende Migranten und Geflüchtete versuchten, über Bosnien-Herzegowina in andere europäische Länder zu gelangen.

Die Hilfe in Bosnien-Herzegowina im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen leistete 2018 sieben Monate lang Hilfe in Bosnien-Herzegowina. In den ersten Monaten des Jahres beobachteten die Teams eine Zunahme von Migrantinnen und Migranten: Sie hofften, über Bosnien-Herzegowina nach Kroatien und dann weiter westwärts zu gelangen. Tausende versuchten im Sommer, die kroatische Grenze zu überqueren - etwa 4.000 Menschen lebten in informellen Siedlungen und verlassenen Gebäuden in deren Nähe. 
  • Unsere Hilfe in Bosnien-Herzegowina erstreckte sich in Kooperation mit den bosnischen Gesundheitsbehörden auf medizinische Hilfe und die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Gruppen, um die Lebensbedingungen der Migranten zu verbessern. Dazu gehörten Duschen, Kleidung und die Möglichkeit, Wäsche zu waschen.
  • Viele der Gesundheitsprobleme - wie Atemwegsinfektionen, Hauterkrankungen und Schmerzen des Bewegungsapparats - waren bedingt durch die unhygienischen Lebensbedingungen.
  • Viele unserer Patientinnen und Patienten berichteten, dass sie Opfer von Gewalt oder mit unnötiger Härte von Grenzkontrolleuren zurückgedrängt worden waren. Ärzte ohne Grenzen kritisierte im Rahmen der Hilfe in Bosnien-Herzegowina die Anwendung von Gewalt gegenüber Migranten und unterstützte zivilgesellschaftliche und ehrenamtliche Organisationen dabei, derartige Zwischenfälle zu überwachen und darüber zu berichten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1993 Hilfe in Bosnien-Herzegowina an.